Der Rechtsanwalt Fritz Neuland bekommt eine eigene Straße. Auf seine Initiative hin wurde 1945 die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern neu gegründet. Er war 18 Jahre lang deren Vorsitzender. Heute ist es seine Tochter Charlotte Knobloch.
Künftig wird der Abschnitt der Corneliusstraße von der Blumenstraße bis zum St.-Jakobs-Platz und zur Prälat-Zistl-Straße Fritz-Neuland-Straße heißen. Das hat der Kommunalausschuss am Donnerstag beschlossen.
Gudrun Lux, Stadträtin Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Fritz Neuland ist hier geblieben – in einer Stadt, die sich stolz Hauptstadt der Bewegung genannt hatte. Er ist geblieben, mitten unter Mördern und Mitläufern, hat die eigene Heimat nicht aufgegeben, sondern weitergemacht und wieder etwas aufgebaut. Wir können nur voller Bewunderung und Dankbarkeit sein.
Wir benennen einen kleinen Straßenabschnitt nach Fritz Neuland. Er liegt auf dem Weg von der Synagoge Reichenbachstraße zur Ohel-Jakob-Synagoge, die erst Jahrzehnte nach seinem Tode gebaut werden konnte, die aber doch auch sein Verdienst ist. Denn Fritz Neuland hat sich unermüdlich dafür eingesetzt, dass jüdisches Leben nach 1945 in unserer Stadt fortbestand und wieder einen festen Platz in München bekam.
Fritz Neuland hat München geliebt, es war seine Heimatstadt, so erzählt es seine Tochter Charlotte. Nun wird Fritz Neuland im Herzen seiner Heimat geehrt, als Würdigung, aber auch als Mahnung und Ermutigung.“