Wer nutzt, soll auch nützen

Grün-rosa strebt ein lokales Wirtschaftsbündnis an, das helfen soll, Langzeitarbeitslose wiedereinzugliedern.

Jährlich kürzt die Bundesagentur für Arbeit die Gelder im Münchner Eingliederungstitel (EGT). Der Grund: München steht angeblich wirtschaftlich so gut da, dass Einschnitte zu verkraften sind. Die Stadtratsfraktion die Grünen – rosa liste will jetzt die Unternehmen in die Pflicht nehmen. Diese sollen sich in einem Wirtschaftsbündnis bereit erklären, Langzeitarbeitslosen bei der Wiedereingliederung zu unterstützen.

Vorstellbar wären beispielsweise Programme, die geschützte Arbeitsplätze ermöglichen.

Wir wollen Langzeitarbeitslose in einen für sie passenden, individuellen Berufsalltag zurückführen. Das geht aber nur Schritt für Schritt. Viele Langzeitarbeitslose können keinen 40-Stunden-Job die Woche durchhalten“, so Gülseren Demirel, Fraktionsvorsitzende der Grünen- rosa liste. „Die Unternehmen könnten hier Teilzeitmodelle anbieten und so die Barriere zum Wiedereinstieg in den Beruf senken.

Die Unternehmen profitieren am meisten vom Wachstum und dem Standort München. Es ist dringend nötig, dass sie hier in München auch soziale Verantwortung übernehmen und Arbeitslosen eine langfristige und sichere Perspektive bieten.“