Pressemitteilung | 17.09.2026

Wer besser trennt, spart Geld: Neues Abfallgebührenmodell

München bekommt ein neues Abfallgebührenmodell. Wer besser trennt und weniger wegwirft, muss künftig weniger bezahlen.

In der aktuellen Sitzung des Kommunalausschusses hat der Stadtrat ein grundlegend neues Gebührenmodell für den Abfallwirtschaftsbetrieb auf den Weg gebracht. Bislang gilt in München eine Restmüllgebühr, die sich allein an der Größe der bereitgestellten schwarzen Tonne und dem Leerungsrhythmus orientiert. Ab 2028 wird eine Kombination aus Grundgebühr und Leistungsgebühr eingeführt. Die Leistungsgebühr steigt proportional zur Größe der bereitgestellten Tonne: Wer einen 120-l-Behälter nutzt, soll künftig nur halb so viel bezahlen wie jemand mit einem 240-Liter-Behälter.

Die Leistungsgebühr macht mit 60 Prozent den größeren Anteil der Gesamtgebühr aus. Wer Abfall vermeidet und Müll trennt, wird durch dieses Modell begünstigt. Die Höhe der Gebühren steht noch nicht fest. Sie wird zunächst berechnet und dem Stadtrat dann zur Entscheidung vorgelegt.

Renate Unterberg, Stadträtin der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste und Verwaltungsbeirätin des Abfallwirtschaftsbetriebs: „Wir sind in München beim Thema Mülltrennung noch nicht da, wo wir hinmöchten. Deswegen ist es wichtig, Anreize zu schaffen. Die Einführung der Gelben Tonne im kommenden Jahr ist ein Schritt in diese Richtung, für den wir Grüne uns eingesetzt haben. Die neue Gebührenstruktur schließt logisch daran an. Dadurch stellen wir sicher, dass der AWM kostendeckend arbeiten kann. Außerdem sorgen wir dafür, dass diejenigen, die Abfall vermeiden, das auch positiv im Geldbeutel spüren.“