Reichenbachstraße verkehrsberuhigt

Pressemitteilung | 24.02.2026

Stadtviertelzentren stärken – Aufenthaltsqualität heben

Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt will attraktive Stadtviertelzentren fördern: Durch verkehrsberuhigte Zonen, temporäre Fußgängerzonen im Sommer und mehr Platz zum Verweilen und für Gastronomie. Gut umsetzen ließe sich das in der Reichenbachstraße, den Straßenzügen rund um die LMU – aber auch im historischen Dorfkern Hadern.

Im Bereich der Ludwig-Maximilians-Universität herrscht in der Amalien-, Schelling, Adalbert- und Teilen der Türkenstraße schon jetzt dank Geschäften und Gastronomie ein reges Treiben. Hier bietet es sich an, einen sogenannten verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20 umzusetzen. Gleiches gilt für die Hohenzollern- und Volkartstraße zwischen Nymphenburger Straße und Frundsbergstraße. Auch in der Reichenbachstraße, im kurzen Abschnitt zwischen Gärtner- und Reichenbachplatz, ist eine solche Geschäftsstraße möglich. In den Sommermonaten könnte man an dieser Stelle sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Straße an Nachmittagen und Wochenenden temporär den Fußgänger*innen vorbehalten.

Außerhalb des Mittleren Rings gibt es ebenfalls historisch gewachsene Stadtviertelkerne, die gestärkt werden sollten. Zum Beispiel den Haderner Dorfkern rund um die Barockkirche St. Peter. Hier kann einfach und kostengünstig sofort ein verkehrsberuhigter Bereich mit Schrittgeschwindigkeit beschildert werden. Vorbild ist Memmingen, wo dieses Modell in der dortigen Altstadt seit Jahren erprobt ist[1]. Fußgänger*innen können so stressfrei flanieren, die Geschäfte bleiben trotzdem erreichbar.

Gudrun Lux, mobilitätspolitischer Sprecherin der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Eine Stadt lebt nicht nur von ihrem Zentrum, sondern genauso von ihren Vierteln. Auch hier braucht es Orte, an denen sich die Nachbarschaft treffen und zusammenkommen kann. Das gelingt, wenn der Verkehr reduziert, Plätz zum Sitzen und Ratschen geschaffen werden. All das stärkt den örtlichen Handel, weil mehr gebummelt wird – und die örtliche Gastronomie, weil dort, wo Tempo 20 oder 30 herrscht, mehr Freischank möglich ist.“

Paul Bickelbacher, mobilitätspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Dass Verkehrsberuhigung funktioniert, sieht man bereits an anderen Orten in der Stadt. In der aktuellen Ratsperiode gab es zahlreiche Projekte, die Straßen weg von reinen Verkehrs- hin zu Aufenthaltsorten entwickelt haben: viele einst temporäre Sommerstraßen sind nun dauerhaft erfolgreich verkehrsberuhigt, wie das Kosttor, der Holzplatz oder die Westenrieder Straße. Wir haben die Instrumente, also nutzen wir sie!“


[1] https://www.memmingen.de/aktuelles/archiv/singlenews-archiv/news/detail/News/hoechstens-tempo-30-in-memmingens-altstadt.html