Stadt wirbt um Patenschaften zum Erhalt historischer Grabmäler

P R E S S E M I T T E I L U N G

Stadt wirbt um Patenschaften zum Erhalt historischer Grabmäler

Das städtische Friedhofsamt wird sich zukünftig um die Akquise von Patenschaften für historische Grabmäler auf dem Alten Nordfriedhof und dem Alten Südfriedhof bemühen. Mit diesem einstimmig gefassten Beschluss folgte der zuständige Ausschuss für Umwelt und Gesundheit heute einem Antrag von Grünen-Stadtrat Dr. Florian Vogel.

Ziel ist es, 12 – 15 Gräber pro Jahr zusätzlich zu restaurieren, da mit den sehr begrenzten Mitteln der Stadt und des Landesamtes für Denkmalschutz bisher nur die notwendigsten Ausbesserungsarbeiten durchgeführt werden können. Die Paten und Patinnen werden namentlich und mit Foto in einem jährlichen Bericht und auf einer digitalen Spendentafel im Internet aufgeführt. Die Stadt wird gezielt an Persönlichkeiten und Institutionen herantreten, die einen Bezug zu den Verstorbenen haben, und mit einem Flyer um Mäzene werben. Auch ein Förderverein soll gegründet werden.

Dr. Florian Vogel: „Alte Friedhöfe sind Spiegelbilder der Geschichte. München verfügt mit dem Alten Nordfriedhof und dem Alten Südfriedhof über zwei Denkmäler von hohem Rang – vor allem der Alte Südfriedhof gehört nach Ansicht des Internationalen Rats für Denkmalpflege nicht nur zu den bedeutendsten städtischen Friedhöfen in Deutschland, sondern sogar Europas. Hier haben Künstler wie der Maler Carl Spitzweg und der Schriftsteller Franz von Kobell ihre letzte Ruhestätte, ebenso wie der Begründer der modernen Unfallchirurgie, Johann Nepomuk Ritter von Nussbaum, und die Architekten Leo von Klenze, Friedrich von Gärtner und Georg von Hauberrisser. Da der städtische Haushalt mit dem Erhalt der unzähligen vom Verfall bedrohten Grabdenkmäler überfordert wäre, ist es sehr zu begrüßen, dass nun um bürgerschaftliches Engagement in Form von Patenschaften geworben wird.“