Solidarität mit Ai Weiwei

ANTRAG

zur Dringlichen Behandlung in der Vollversammlung vom 18. 5. 2011

Solidarität mit Ai Weiwei

Der Stadtrat möge beschließen:

1. Der Stadtrat bittet den Oberbürgermeister, beim chinesischen Generalkonsulat zu intervenieren und die unverzügliche Freilassung des weltweit bekannten Künstlers

Ai Weiwei zu fordern.

2. Das Kulturreferat wird aufgefordert gemeinsam mit dem Haus der Kunst eine Kunstaktion im öffentlichen Raum zu organisieren, um das Verschwinden des Künstlers Ai Weiwei nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

3. Die Messe München – mit ihrer Partnermesse in Shanghai – sucht geeignete Wege, um die Verhaftung Ai Weiweis zu thematisieren.
Begründung:

Heute vor einem Monat wurde der international renommierte chinesische Künstler Ai Weiwei festgenommen. Seitdem fehlt von ihm jede Spur. Da seine Kunstwerke die menschenverachtende Politik der chinesischen Regierung immer wieder bloßgestellt haben, wurde Ai Weiwei von der chinesischen Führung schon seit Jahren verfolgt.

Der Stadtrat von Kassel, wo Ai Weiwei wiederholt auf der Documenta ausgestellt hat, hat bereits die sofortige Freilassung Ai Weiweis gefordert. Auch in München war der Künstler erst im Jahr 2010 mit einer stark beachteten Werkschau im Haus der Kunst zu Gast. Auch München muss reagieren.

Um der Forderung nach Freilassung von Ai Weiwei Nachdruck zu verleihen, soll das Kulturreferat den Auftrag erhalten, mit dem Haus der Kunst eine Aktion zur Freilassung von Ai Weiwei zu verwirklichen – möglichst zeitnah natürlich.

Die Messe München, die jeweils zur Hälfte der Stadt und dem Freistaat gehört, kann auch nicht so tun, als ob sie die Menschenrechtssituation in China und die Verhaftung von Ai Weiwei nichts angehen würde. Deshalb soll auch die Messe darlegen, wie sie auf die Verhaftung Ai Weiweis zu reagieren gedenkt.

Fraktion Die Grünen – rosa liste
Initiative: Siegfried Benker
Stadtrat