Pressemitteilung | 21.05.2025

Solidarisch in der Stadt: Mit neuen Denkansätzen Personalengpässe lösen

Deutschlands Kommunen befinden sich in der dramatischsten Haushaltskrise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch die Münchner Stadtverwaltung muss ihre Budgets streng im Blick behalten und an sich selbst sparen. Gleichzeitig bleibt die Belastung der städtischen Beschäftigten vor allem im Sozialbereich sehr hoch. Die Fraktion Die Grünen – Rosa Liste, nun zusammen mit Volt, schlägt deshalb vor, die Abteilungen, die von einer besonders hohen Arbeitslast betroffen sind, solidarisch zu entlasten.

Konkret fordert die Fraktion das Personal- und Organisationsreferat auf zu prüfen, wie viele ihrer Beschäftigten zumindest kurz- und mittelfristig städtischen Kolleg*innen in anderen Abteilungen Arbeit abnehmen können. Im POR arbeiten fast so viele Menschen wie im Planungsreferat. Gerade im Bereich Personalgewinnung fällt aber für die dort tätigen rund 100 Mitarbeitenden derzeit weniger Arbeit an, weil kaum Bewerbungsverfahren durchgeführt werden. In anderen Referaten kommen Dienststellen hingegen kaum hinterher, alle Aufgaben abzuarbeiten, etwa in der Wohngeldstelle, der Ausländerbehörde oder bei den Beistandschaften für Minderjährige. Darunter leidet die Servicequalität für die Bürger*innen, aber natürlich macht das auch die betroffenen Teams mürbe.

Diese Belastung innerhalb der Stadt besser zu verteilen, wäre ein wichtiger Akt der Solidarität in Zeiten, in denen die Stadt sehr genau aufs Geld schauen muss.

Sebastian Weisenburger, Fraktionsvorsitzender Die Grünen – Rosa Liste: „München führt derzeit kaum Bewerbungsverfahren durch. An anderer Stelle gibt es zu viel Arbeit für zu wenig Kolleg*innen. Da ist es nur pragmatisch, sich zumindest kurzzeitig gegenseitig solidarisch auszuhelfen. Wir möchten mit unserem Vorschlag über den Tellerrand und Referatsgrenzen hinausschauen. So können wir auch in Zeiten knapper Kassen weiterhin für unsere Bürger*innen da sein – und dafür sorgen, dass nicht manche unserer städtischen Mitarbeitenden über Gebühr belastet werden.“