Antrag | 28.07.2026

Sicherheit gewährleisten und queeres Leben schützen

Antrag

Die Stadtverwaltung wird beauftragt, queere Veranstaltungen entsprechend der aktuellen Gefährdungslage abzusichern und das dafür notwendige zusätzliche Budget bereitzustellen.

Begründung:

Die Gefährdungslage hat sich für queere Veranstaltungen hat in den letzten Jahren besonders
verschärft. Gerade der jährlich in ganz Deutschland stattfindende Christopher Street Day ist
eine der größten und wichtigsten Demonstrationen für Demokratie, Vielfalt und die Rechte von
LSBTIQ*-Menschen in Deutschland. Allein in München nehmen hunderttausende Menschen
aus München, Bayern und ganz Deutschland jährlich am CSD teil.

Die Ereignisse rund um den Christopher Street Day in Berlin haben auf erschütternde Weise
deutlich gemacht, dass Großveranstaltungen der queeren Community besonderen
Gefährdungslagen ausgesetzt sein können. Der Anschlag mit einem Fahrzeug am Rande des
Berliner CSD hat bundesweit die Debatte über den Schutz queeren Lebens und solcher
Veranstaltungen neu entfacht. Bund, Länder und Sicherheitsbehörden fordern eine
Überprüfung und gegebenenfalls Verstärkung bestehender Sicherheitskonzepte.

Auch München muss aus diesen Ereignissen die notwendigen Konsequenzen ziehen. Der
CSD, der eine herausgehobene Bedeutung durch die schiere Masse an Teilnehmenden und in
Teilen auch einen Versammlungscharakter hat, soll ein Ort der Sichtbarkeit, der Freiheit und
des friedlichen Zusammenkommens sein. Ein modernes Sicherheitskonzept verursacht
erhebliche zusätzliche Kosten, die vom Veranstalter allein nicht getragen werden können.
Die zusätzlichen Mittel sollen dabei insbesondere der Finanzierung und Weiterentwicklung des
Sicherheitskonzepte für queere Veranstaltungen wie den CSD dienen.
Die Landeshauptstadt München bekennt sich seit vielen Jahren zur Förderung von Vielfalt,
Demokratie und den Rechten queerer Menschen. Dieses Bekenntnis muss sich ganz
besonders in kritischen Zeiten in einer verlässlichen finanziellen Unterstützung widerspiegeln.

Wer den CSD politisch unterstützt, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass
queere Veranstaltungen sicher stattfinden können.

Mit Einrichtung eines zusätzlichen Sicherheitsbudgets erhalten die Veranstalter die
notwendige Planungssicherheit, um den gestiegenen Sicherheitsanforderungen gerecht zu
werden und insbesondere den CSD auch künftig als friedliches, offenes und sicheres Fest der
Demokratie durchführen zu können.

Fraktion Die Grünen – Rosa ListeSPD-FraktionFDP FW
Initiative:
Bernd Müller
Lorenz Stradtner
Sebastian Weisenburger
Clara Nitsche
Beppo Brem
Angelika Pilz-Strasser
Carmen Romano
Florian Schönemann
Gudrun Lux
Mitglieder des Stadtrates
Anne Hübner
Dr. Christian Köning
Lena Odell
Lars Mentrup
Barbara Likus
Arda Celik
Monika Schmid-Balzert
Felix Lang
Mitglieder des Stadtrates

Dr. Jörg Hoffmann
Andreas Staufenbiel
Dagmar Föst-Reich
Prof. Dr. Michael Piazolo
Patricia Riekel
Mitglieder des Stadtrates




CSU-FraktionFraktion Die LinkeVolt-Fraktion
Manuel Pretzl
Alexandra Gaßmann
Sebastian Kriesel
Mitglieder des Stadtrates
Stefan Jagel
Liliana Parente
Mitglieder des Stadtrates
Felix Sproll
Carina Bachner
Alexandra Lang
Michael von Stosch
Mitglieder des Stadtrates
Fraktion ödp-Bündnis
Kultur-München-Liste
Tobias Ruff
Johann Sauerer
Kathrin Schäfer
Dirk Höppner
Mitglieder des Stadtrates