Baustelle BR Funkhaus

Pressemitteilung | 30.05.2024

Schluss mit den Stolperfallen – Situation für Fuß- und Radverkehr an Baustellen verbessern

In München wird gehämmert, Beton gemischt und verputzt: Wer sich durch die Stadt bewegt, sieht es sofort: Trotz Krise wird immer noch viel gebaut. Für Menschen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, gestalten sich die Wege dadurch aber oft wie ein Spießroutenlauf.

Die Gehwege werden durch Bauzäune enger, Fahrradwege auf die Fahrbahn verlegt und oft muss plötzlich wegen der Umleitung ein hoher Bordstein überwunden werden. Für diejenigen, die mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind, ist das nicht nur ein Ärgernis, sondern eine echte Mobilitätseinschränkung. Und auch Busse kommen an vielen Stellen nur noch schwer durch.

Die Fraktion Die Grünen – Rosa Liste will deshalb, dass Baustellen fuß- und radfreundlicher gestaltet werden. Das fordert sie in einem Antrag, der an diesem Freitag eingereicht wird. Wenn das Mobilitätsreferat Baustellen genehmigt, müssen die Belange von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr ein viel höheres Gewicht haben. Dabei schlägt die Fraktion vor, Bus und Tram zusammen mit den Menschen, die zu Fuß gehen, die höchste Priorität einzuräumen. Für diese Nutzungsgruppen muss die Baustelle am besten passierbar sein. Danach kommen Radverkehr und erst dann der fließende Verkehr sowie an letzter Stelle der Raum für Parkplätze. Natürlich ist in dieser Stadt der Straßenraum eng. Dort, wo es geht, kann der notwendige Platz auch dadurch geschaffen werden, dass temporär Einbahnregelungen gelten.

Florian Schönemann, Stadtrat: „Viele Baustellen sind so gestaltet, dass man zu Fuß oder mit dem Rad nur schwer vorankommt. Deswegen wollen wir, dass Baustellen Passant*innen-gerechter gestaltet werden. Elementar dabei: Stolperfallen, zum Beispiel in Form von Bordsteinen, müssen vermieden werden, damit im Sinne der Barrierefreiheit alle gut durchkommen.“