Pressemitteilung | 19.01.2026

Psychische Probleme bei Jugendlichen nehmen zu – so stärken wir Münchner Schüler*innen

München muss handeln: Nahezu ein Drittel der Jugendlichen berichten, dass sie unter psychischen Problemen leiden[1]. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordert, den 10-Punkte-Plan der Bundesschülerkonferenz für mentale Gesundheit umzusetzen und weitere Maßnahmen an Münchner Schulen auszubauen.

Immer mehr junge Menschen leiden unter Angststörungen, Depressionen und Essstörungen. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich einsam und nicht gehört. Dazu belasten sie die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, aktuelle Krisen und Social-Media-Konsum. Diese alarmierende Lage zeigen aktuelle Studien wie die Münchner Online Jugendbefragung 2024[2] oder das deutsche Schulbarometer 2024[3].

Die Ursachen für die psychische Belastung von Kindern und Jugendlichen sind vielfältig. Schule kann dabei Teil der Herausforderung als auch der Lösung sein. Besonders Schüler*innen mit psychischen Problemen haben eine geringeres schulisches Wohlempfinden.[4] Die Schule muss ein Ort sein, an dem sich alle sicher und wohlfühlen. Die Grünen/Rosa Liste/Volt setzt sich entschieden dafür ein, die Bedürfnisse von Schüler*innen ernst zu nehmen und sie gezielt unterstützen.

Schon jetzt gibt es zahlreiche Projekte der Stadt München, die psychische Gesundheit an Schulen fördern. Dazu zählen Präventionsprogramme wie „HEYLiFe“ und „Medienhelden“. Bei „HEYLiFE“ werden Jugendliche über Stress, psychische Belastungen und Krisen aufgeklärt und erhalten Informationen über Hilfsangebote. Medienhelden leistet Aufklärungsarbeit für Schüler*innen über Cybermobbing und stärkt gezielt Medienkompetenz. Auch bietet die Stadt Beratungsangebote und Fortbildungen für pädagogisches Personal und Erziehungsberechtigte rund um die Themen mentale Gesundheit, psychische Krisen und sexualisierter Gewalt an.

Schüler*innen erleben Schule täglich und wissen, was sie wirklich stärkt. Die Bundesschülerkonferenz hat dazu einen wegweisenden 10-Punkte-Plan für mentale Gesundheit auf den Weg gebracht. Quentin Gärtner (18) hat als ehemaliger Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz den Plan mitentwickelt. Dazu zählen mehr Fachkräfte in der Schulsozialarbeit, Fortbildungen für Lehrkräfte im Feld Mental Health und gute Ganztagsmodelle. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt begrüßt diese Initiative. Viele Punkte werden in München bereits umgesetzt. Darauf aufbauend sollen dann zusätzliche Maßnahmen entwickelt werden.

Anja Berger, bildungspolitische Sprecherin die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Aus meiner täglichen Arbeit als Lehrerin weiß ich, wie stark Angst, Depressionen und Einsamkeit viele junge Menschen belasten. Wenn junge Menschen psychisch überfordert sind, klappt es auch in der Schule nicht. Schüler*innen verlieren so nicht nur eine Lern-, sondern auch eine Lebensperspektive. Wir Grüne setzen auf Chancengerechtigkeit und gute Lernbedingungen. Hier konnten wir schon viel erreichen. Projekte wie ‚HEYLiFE‘ klären auf und zeigen Wege aus der Krise. Deshalb müssen wir weiter in diese wichtigen Angebote investieren.“

Sofie Langmeier, bildungspolitische Sprecherin die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Der Bedarf an psychischen Unterstützungsangeboten an unseren Schulen ist groß. Dabei dürfen wir nicht nur über Schüler*innen sprechen, sondern müssen ihre Forderungen ernst nehmen. Es ist gut, dass die Bundesschülerkonferenz einen klaren 10-Punkte-Plan formuliert hat. Vieles setzen wir bei uns in München bereits um. Es geht aber immer noch besser. Und daran arbeiten wir!“

Quentin Gärtner, ehemaliger Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz: „Wir befinden uns mitten in der Krise der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Zahlreiche junge Menschen kämpfen mit Angststörungen, Depressionen oder anderen psychischen Auffälligkeiten. Das muss bekämpft werden, insbesondere vor Ort auf kommunaler Ebene. Der Antrag der Münchner Stadtratsfraktion der Grünen/Rosa Liste/Volt setzt dort gezielt an. Die Lösungen liegen auf der Hand. Gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Krankenkassen, der Bundespsychotherapeutenkammer sowie allen großen Lehrerverbänden hat die Bundesschülerkonferenz bereits im Oktober einen 10-Punkte-Plan vorgestellt, um diese Krise zu bekämpfen. München kann jetzt Vorreiter beim Umsetzen dieser Maßnahmen sein.“ 


[1] Ergebnis der Münchner Online-Jugendbefragung 2024

[2] Münchner Online-Jugendbefragung 2024, Stadt München, Münchner Jugendbefragung 2024

[3] Deutsches Schulbarometer, Befragung von Schüler:innen 2024, Deutsches Schulbarometer Befragung von Schüler:innen | Robert Bosch Stiftung

[4] Deutsches Schulbarometer, Befragung von Schüler:innen 2024, Deutsches Schulbarometer Befragung von Schüler:innen | Robert Bosch Stiftung