Pressemitteilung | 05.08.2025

Parkplätze in Hotels für Anwohnende öffnen!

Während Anwohnende lange nach einem Parkplatz suchen, stehen in der Nähe viele Stellplätze ungenutzt leer. Das kann sich eine enge Stadt wie München nicht leisten. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt will deswegen private und öffentliche Tiefgaragenparkplätze für Anwohnende nutzbar machen.

Der Streit um Parkplätze gehört zu den Dauerthemen in dieser Stadt. Deswegen sind pragmatische Lösungen wichtig, damit Anwohnende einen Stellplatz finden und gleichzeitig Lieferzonen oder Busspuren geschaffen oder mehr Bäume gepflanzt und Straßenzüge attraktiver gestaltet werden können. In München gibt es zahlreiche (Tief-)Garagen, auch im Innenstadtbereich. Bislang stehen viele dieser Stellplätze oft leer und können nicht genutzt werden. Doch wie viele es genau sind, ist nicht bekannt. Die Daten hierzu verschwinden mit den Bauakten im Archiv und werden nirgends zentral erfasst. Die Stadt hat also keinen Überblick über die schlummernden Stellplatz-Potenziale.

Die Grünen/Rosa Liste/Volt wollen das ändern. (Private) Tiefgaragen sollen von der Lokalbaukommission künftig erfasst werden. Als Übergangslösung kann dafür der digitale Zwilling genutzt werden, der die Landeshautstadt eins zu eins im digitalen Raum abbildet. Die Fraktion geht davon aus, dass vor allem gewerbliche Garagenplätze in Bürogebäuden und Hotels großes Potenzial haben, zumindest zeitweise für Anwohner*innenparken zu Verfügung zu stehen. Supermärkte und Parkplätze für Lehrkräfte sind ebenfalls interessant, fallen aber vermutlich flächenmäßig weniger ins Gewicht. Daten von bestehenden Gebäuden könnten dann nach und nach, zum Beispiel im Rahmen von Praktika, erfasst werden.

Das Planungsreferat selbst soll lediglich die Daten zur Verfügung stellen. Es kann es nicht leisten, die Stellplätze selbst zu betreuen und zu vermieten. Deshalb schlagen Die Grünen/Rosa Liste/Volt vor, mit städtischen Beteiligungsgesellschaften zu kooperieren. Zum Beispiel könnten der Stattbau und der P & R GmbH die Daten aus dem digitalen Zwilling zu Verfügung gestellt werden, damit diese Gesellschaften das operative Geschäft übernehmen.

Sibylle Stöhr, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Anwohner*innen, die abends einen Büro- und Hotelparkplatz nutzen können – das ist eine tolle Idee. Bislang scheitert sie daran, dass wir als Stadt einfach nicht wissen, wo Parkplatzpotenziale liegen. Das müssen wir dringend ändern und die Daten zentral sammeln. So können wir künftig bessere Lösungen anbieten, wenn es in einem Viertel einen konkreten Bedarf an Stellplätzen gibt.“