Pressemitteilung | 26.11.2025

Paketposthalle: Backstage bleibt!

Paketposthalle sanieren, neuen Wohnraum schaffen und gleichzeitig das Backstage schützen. Das will die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt zusammen mit ihrer Koalitionspartnerin ermöglichen. In der November-Sitzung der Vollversammlung hat der Stadtrat den Satzungsbeschluss für die Paketposthalle verabschiedet und damit den Weg für das Projekt endgültig freigemacht.

Die Fraktion begrüßt, dass die denkmalgeschützte Halle nun endlich instandgesetzt werden kann. Außerdem hat sich der Investor verpflichtet, hier eine große Anzahl von preisgedämpftem Wohnraum umzusetzen. Allerdings gibt es vonseiten des direkten Nachbarn, dem Backstage, die Sorge, dass neuer Wohnraum in der unmittelbaren Umgebung seine Existenz gefährdet. Die neuen Anwohnenden könnten wegen Lärmbelästigung klagen und einen Kulturbetrieb erschweren oder sogar unmöglich machen.

Für die Grünen/Rosa Liste/Volt ist klar: Wohnraum und Kulturnutzung dürfen sich nicht ausschließen. Gerade das Backstage hat für die Münchner Subkultur einen hohen Wert. Deswegen begrüßt die Fraktion, dass das Planungsreferat in der Sitzung der Vollversammlung selbst einen Ergänzungsantrag eingebracht hat, dass den Investor darauf verpflichtet, den Neubau so von Lärm abzuschirmen, dass der Betrieb im Backstage weiterlaufen kann. Gleichzeitig muss sich natürlich das Veranstaltungszentrum auf die künftigen Nachbar*innen Rücksicht nehmen und dafür sorgen, dass sie trotz Konzerten und Party ruhige Nächte verbringen können.

Darüber hinaus bringen die beiden Mehrheitsfraktionen einen weiteren Antrag ein. Das Planungsreferat soll zwischen Investor und Backstage vermitteln. Dabei soll das Ziele eine Vereinbarung sein, die sicherstellt, dass das Veranstaltungszentrum fortbestehen und sich weiterentwickeln kann.

Paul Bickelbacher, planungspolitischer Sprecher Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Es ist gut, dass wir heute mit dem Satzungsbeschluss den Weg für die Sanierung der Paketposthalle und neue Wohnungen freigemacht haben. Gleichzeitig ist für uns klar: Das Backstage gehört fest zu Münchens Kulturszene. Gerade in den finanziell herausfordernden Zeiten, in denen wir uns gerade befinden, ist es wichtig, dass es einen Kulturbetrieb gibt, der sich finanziell selbst trägt. Deswegen begrüßen wir den Ergänzungsantrag der Planungsreferentin. Wir hoffen stark, dass darüber hinaus Elisabeth Merk dabei unterstützen kann, dass zwischen Investor und Backstage eine Vereinbarung getroffen werden kann, die sicherstellt, dass dieser besondere Kulturort in Zukunft erhalten bleibt.“

Fotohinweis: AHert, Posthalle Muenchen-01, CC BY-SA 3.0