Wie soll der Bahnhofsvorplatz einmal aussehen? Dafür sollen Architekt*innen nun Konzepte entwickeln. Die notwendigen Finanzmittel soll der Planungsausschuss in dieser Woche freigeben.
Die Dauerbaustelle Hauptbahnhof ist für Münchner*innen und Fahrgäste derzeit kein Ort, an dem man sich gerne aufhält. Im kommenden Jahrzehnt soll das Areal rund um diesen zentralen Verkehrsknotenpunkt umgestaltet werden. Nicht nur der Hauptbahnhof selbst wird neu gebaut. Bereits 2021 hat der Stadtrat entschieden, den Bahnhofsvorplatz künftig autofrei zu halten. Stattdessen sollen Bäume gepflanzt und die Schienenführung der Trambahnen verbessert werden. Fahrgäste sollen es übersichtlicher und schöner haben, wenn sie in München ankommen – oder von München aus eine Reise antreten.
Bislang steht jedoch nur das Grobkonzept. Dieses mit Leben zu füllen, ist nun Aufgabe von Architekt*innen. Die Stadt München wird deswegen zusammen mit der Bahn und den Stadtwerken einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb ausrufen. Die dafür notwendigen Finanzmittel (656.000 Euro für die Stadt) sollen an diesem Mittwoch im Planungsausschuss beschlossen werden. Mit der genauen inhaltlichen Ausgestaltung des Wettbewerbs wird sich der Stadtrat zu einem späteren Zeitpunkt befassen.
Florian Schönemann, Stadtrat der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste: „Der Hauptbahnhof ist gerade eine Dauerbaustelle, die viele zu Recht nervt. Wir wollen, dass der Bahnhofsvorplatz künftig ein würdiges Tor zu unserer Stadt wird. Statt Verkehrschaos soll ein richtiger Platz entstehen, mit einer guten und leistungsfähigen Tramanbindung und mit genug Bäumen, in deren Schatten man auch mal entspannt warten kann, wenn der Zug leider später kommt. Ich bin sehr gespannt, welche Ideen die verschiedenen Architekturbüros einreichen werden.“