Mehr Grün, mehr Platz zum Flanieren und Verweilen. Die Grünen/Rosa Liste/Volt legen konkrete Ideen vor, um die Altstadt attraktiver zu machen: mit Fußgängerbereichen im Rosental, einer Fußgängerzone in der Hackenstraße und einem neuen „Heinrich-Heine-Platz“.
Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hat der Stadtrat die Grundzüge für die „Altstadt für alle“ verabschiedet. Seither steht fest: Die Altstadt soll mehr Bäume bekommen, mehr Bänke und mehr Platz für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Dem vorausgegangen war ein umfangreicher, von Bürgermeister Dominik Krause moderierter Prozess, bei dem auch Gewerbetreibende und die Bürger*innen im Viertel einbezogen wurden.
Nun ist es wichtig, die „Altstadt für alle“ mit Leben zu füllen und die Planungen zügig voranzutreiben. Die Grünen/Rosa Liste/Volt haben dazu drei Forderungen formuliert, zwei davon lassen sich sehr schnell auf die Straße bringen.
Perfekt geeignet für eine schnelle Verkehrsberuhigung ist das Rosental und die Ecke zur Prälat-Zistl-Straße. Hier ist schon jetzt viel los: Viktualienmarkt, Stehausschank, kleine und große Geschäfte. Hier sind die Menschen unterwegs, bummeln, treffen sich. Doch der meiste Platz gehört der Fahrbahn. Das muss sich ändern! Und die Gelegenheit ist günstig: Denn ohnehin dürfen hier wegen der Baustelle am Stadtmuseum Autos nur in eine Richtung fahren. Das wird voraussichtlich noch weitere vier Jahre so bleiben. Deswegen sollen schon jetzt durch einfache Maßnahmen die Verkehrsflächen für die Fußgänger*innen und Radfahrer*innen genutzt werden. Busse, Taxis und Lieferverkehr könnten weiterhin passieren, der Zugang zur Tiefgarage der Schrannenhalle bliebe gewährleistet. Doch die Anmutung dieses Orts würde sich radikal verändern: von der Kreuzung hin zum Stadtplatz.
An einer weiteren Stelle bietet sich eine Verkehrsberuhigung an: die Herrmann-Sack-Straße und die an sie anschließende Hackenstraße bis zur Ecke Hotterstraße. Entweder könnte die Fußgängerzone Sendlinger Straße um diese Bereiche erweitert werden. Alternativ kann sich die Fraktion auch eine sogenannte Altstadtzone vorstellen. In dieser dürfte der Verkehr nur noch mit Tempo 20 unterwegs sein.
Zu einer lebenswerten Innenstadt gehören auch attraktive Plätze. Die Grünen/Rosa Liste/Volt wollen den Hackenplatz deshalb zum „Heinrich-Heine-Platz“ machen. Die Umbenennung nach diesem bekannten Exildichter ist bewusst gewählt. Denn zum einen befindet sich sein Wohnhaus direkt dort. Zum anderen will die Fraktion den Platz als echten Ort der Poesie umgestalten. In Anlehnung an die Calle Huertas in Madrid könnte der Platz mit in den Boden eingelassenen Zitaten gestaltet werden. Die Ideen des örtlichen Bezirksausschusses und der Bevölkerung sollen ebenfalls miteinbezogen werden.
Mona Fuchs, Fraktionsvorsitzende Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wir haben mit der ‚Altstadt für alle‘ die Weichen gestellt. Nun müssen wir dafür sorgen, dass wir diese Grundsätze schnell auf die Straße bringen. Die Bürger*innen sollen sehen, dass unsere Innenstadt mit mehr Grün, mehr Platz zum Ratschen und Rasten schöner und attraktiver wird. Wir Grüne haben dazu konkrete Vorschläge gemacht, die sich sofort umsetzen lassen, etwa an der Prälat-Zistl-Straße. Hier können wir unkompliziert den Verkehr reduzieren und eine neue kleine Innenstadt-Piazza schaffen.“
Florian Roth, Stadtrat Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wenn wir unsere Innenstadt zu einem Ort machen, an dem mehr flaniert und weniger geparkt wird, gewinnen wir alle. Die Bürger*innen, die stressfrei bummeln können, aber auch die Gewerbetreibenden, die in Zeiten der Online-Konkurrenz ihren Kund*innen ein Einkaufserlebnis bieten müssen. Wir müssen unsere Innenstadt entsprechend gestalten. Zum Beispiel durch einen Heinrich-Heine-Platz, der alle Dichter*innen, die ins Exil mussten, ehrt. Auf diese Weise entstünde ein öffentlicher Raum, der Lyrik sichtbar macht und gleichzeitig zum Verweilen einlädt.“