München sportlicher machen

Mit einem vierteiligen Antragspaket und einer Anfrage wollen Die Grünen – rosa liste bessere Bedingungen für Sportler*innen in München schaffen und den Vereinssport stärken.
„Die Hälfte der Münchner Bevölkerung treibt aktiv Sport, ein Großteil davon übt ihren Sport in organisierten Vereinen aus oder nutzt die dort zur Verfügung gestellten Angebote“, so Stadträtin Jutta Koller, die das Paket initiiert hat. „Diese Vereine verbringen viel Zeit mit administrativen und organisatorischen Aufgaben, häufig im Austausch mit verschiedenen Stellen des Münchner Sportamts. Die große, für die Vereine oft undurchsichtige Bürokratie dieses Amtes kostet diese Vereine viel Zeit, die besser in Münchens Sporkultur investiert wäre. Darüber hinaus sind manche Entscheidungen des Sportamtes, insbesondere die Belegung der Hallen, für Sportvereine und Bezirksausschüsse bisher undurchsichtig.“ Neben der Schaffung einer zentralen Ansprechstelle für Vereine im Referat für Bildung und Sport beantragt die Fraktion Die Grünen – rosa liste deshalb einen Runden Tisch, der die Hallenbelegung durch das Referat reformieren und für mehr Transparenz sorgen soll.
 
In einem weiteren Antrag fordert Koller die Stadt dazu auf, zu prüfen inwiefern ungeheizte Traglufthallen zur Ausübung von bestimmten Hallensportarten übergangsweise auf Münchens brachliegenden Flächen errichtet werden können. Jutta Koller: „In München herrscht ein großer Mangel an Sporthallen. Im Rahmen der Schulbauoffensive entstehen zwar gerade neue, aber bis diese bespielbar sind, werden Jahre vergehen. Traglufthallen haben die unschlagbaren Vorteile, dass sie flexibel an verschiedensten Orten schnell auf- und wieder abgebaut werden können und einen Bruchteil dessen kosten, was eine feste Halle kosten würde. Mit den Traglufthallen könnten wir in München temporär Flächen für den Sport gewinnen, die derzeit nicht genutzt werden, weil auf ihnen beispielsweise eine Bebauung ansteht oder dergleichen. Und beheizt werden müssen sie nicht: Viele Sportarten wie Tennis und Hockey können auch bei kühleren Temperaturen gespielt werden. Das spart Geld und ist gut für die Umwelt.“
 
Ein letzter Antrag sowie eine Anfrage widmen sich schließlich zwei populären Sportarten im Besonderen: Das Bogenschießen wird in München immer beliebter und ist inklusiv, braucht aber mehr Fläche. Und die neue Eis-Arena im Olympiapark bietet viele Möglichkeiten, den Eissport zu fördern – doch fehlt es noch am Konzept.