Mehr als tausend Wohnplätze für junge Menschen in Ausbildung – damit hat die Stadt ihr Ziel für junges Wohnen erreicht und sogar leicht übertroffen. Im überhitzten Münchner Wohnungsmarkt ist das eine gute Nachricht.
Bereits 2022 hat sich die Stadt vorgenommen, bis Ende 2025 insgesamt 1000 Wohnungen für Auszubildende zu planen oder zu bauen. Im selben Jahr wurde das Azubiwerk gegründet, das diesem Vorhaben zusätzlichen Schub verliehen hat. Im Sozialausschuss des Stadtrats wurde an diesem Donnerstag Bilanz gezogen – und zwar eine erfolgreiche: Nach aktuellem Stand werden sogar mehr Apartments gebaut als angedacht.
463 Wohnplätze für Azubis gibt es bereits bei der Münchner Wohnen, 364 weitere werden derzeit an zwei Standorten umgesetzt: an der Leibengerstraße in Riem und in Freiham. In Europas größtem Neubaugebiet baut die Münchner Wohnen sogar fast 30 Apartments mehr als ursprünglich geplant. Weitere Plätze für junges Wohnen, etwa 270, können zudem langfristig umgesetzt werden, zum Beispiel an der Bodenseestraße, an der Anglerstraße oder am Moosacher St.-Martins-Platz. Außerdem wird im Auftrag der Münchner Wohnen derzeit eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, in der geklärt werden soll, wo kurzfristig Pop-up-Wohnen ermöglicht werden kann.
Clara Nitsche, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Grünen/Rosa Liste/Volt und Mitglied im Vorstand des Azubiwerks: „Wer in München eine Ausbildung macht, hat oft wenig Geld und damit geringe Chancen auf eine Wohnung. Deswegen war es genau richtig, das Azubiwerk zu gründen. Diese Idee hat inzwischen eine echte Vorbildfunktion – und das deutschlandweit. Gerade beim Wohnungsbau machen wir schwere Zeiten durch. Dass wir trotzdem mit mehr als tausend Wohnplätze sogar mehr Wohnraum für junge Menschen schaffen können als geplant, ist eine richtig gute Nachricht.“