Pressegespräch
Der Münchner Nahverkehr platzt aus allen Nähten – und rasche Besserung ist nicht in Sicht, denn der notwendige Bau neuer U-Bahnlinien wird noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Doch München kann nicht bis zum Jahr 2037 – der prognostizierten Fertigstellung der U 9 – warten, um die jedes Jahr wachsenden Fahrgastzahlen zu befördern. Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, braucht München einen ambitionierten Ausbau anderer Verkehrsmittel.
Die Trambahn ist angesichts überschaubarer Bau- und Betriebskosten das umweltfreundlichste und kostengünstigste öffentliche Verkehrsmittel und erfreut sich großer Beliebtheit. Wir wollen das Trambahnnetz in München daher spürbar ausbauen. Der Druck auf die Innenstadt, die Überlastung der U-Bahn und die Notwendigkeit, rasch wachsende Gebiete am Stadtrand besser anzuschließen, macht den Bau neuer Tramstrecken zu einem dringenden Gebot. Gleichzeitig bringen Investitionen in die Trambahn weitere Vorteile: Neben der Eindämmung des Autoverkehrs und entsprechenden Klimaschutzeffekten eine städtebauliche Verbesserung der Straßenräume mit mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr.
Fraktionschefin Katrin Habenschaden und Stadtrat Paul Bickelbacher präsentierten heute ein Antragspaket zum Ausbau des Trambahnnnetzes, der sich – bei entsprechendem politischen Willen – schnell und zu relativ günstigen Kosten verwirklichen ließe:
– die Realisierung von drei neuen Innenstadtquerungen in Nord-Süd-Richtung;
– die Einführung des 5-Minuten-Takts auf allen Linien tagsüber ab 2020/21.
Die Karte mit den von den Grünen – rosa liste beantragten Ausbaustrecken gibt es auch als pdf (8 MB).