Sonne im Himmel

Pressemitteilung | 10.08.2026

Mehr Hitzelots*innen für München

Guter Hitzeschutz braucht passgenaues Wissen: Die Fraktionen Die Grünen – Rosa Liste und FDP – Freie Wähler fordern deswegen gezielte Schulungen für Menschen, die in den Stadtvierteln Senior*innen beratend aufsuchen. Sie sollen zu Hitzelots*innen fortgebildet werden.

Für ältere Menschen ist starke Hitze nicht nur unangenehm, sondern sie kann gesundheitsgefährdend sein. Das gilt vor allem dann, wenn sie allein leben, Vorerkrankungen haben und in schlecht isolierten Wohnungen leben. In Moosach gibt es bereits ein Projekt, das für diese Menschen gezielte Unterstützung bietet: Hitzelots*innen. Die ehrenamtlich tätigen Nachbarschaftshelfer*innen informieren ältere und gesundheitlich eingeschränkte Menschen darüber, wie sie sich bei extremer Hitze am besten schützen können und wo sie bei Bedarf weitere Unterstützungsangebote bekommen.

Die Fraktionen Die Grünen – Rosa Liste und FDP – Freie Wähler finden diesen Ansatz sehr zielführend und wollen ihn deswegen auch auf Hauptamtliche übertragen, die mit Senior*innen in ihrem Berufsalltag zu tun haben: So sollen Mitarbeitende der Alten- und Service-Zentren nach dem Vorbild der Hitzelots*innen fortgebildet werden. Auch Sozialarbeiter*innen im Programm „SAVE“ sollen entsprechende Schulungen bekommen. Die Zielgruppe von „SAVE“ sind ältere Menschen, die alleine unterwegs sind. Die Mitarbeiter*innen sind mehrmals pro Woche auf öffentlichen Plätzen unterwegs und bieten ein Gespräch an. Hilfesuchende können das Angebot dann unkompliziert wahrnehmen.

Sofie Langmeier, sozial- und inklusionspolitische Sprecherin der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste: „Hitzeschutz fängt im Kleinen an, ist aber extrem wichtig. Ältere Menschen vergessen oft, genug zu trinken oder sie wissen nicht, welche kühlen Orte mit Schatten und Trinkbrunnen es in ihren Vierteln gibt. Hitzelots*innen können individuell und zielgenau beraten. Das Konzept hat sich bewährt. Deswegen finde ich es nur folgerichtig, auch Hauptamtliche entsprechend fortzubilden.“

Patricia Riekel, Stadträtin der FDP – Freie Wähler Stadtratsfraktion:

„Die Hälfte der Menschen in München lebt allein und gerade ältere Menschen erreichen wir an heißen Tagen vor allem über die, die ohnehin bei ihnen sind. Genau deshalb bauen wir hier bestehende Strukturen weiter aus: Die Alten- und Service-Zentren und die SAVE-Teams sind längst in den Vierteln unterwegs, sie kennen die Menschen und deren Wohnsituation. Eine gezielte Fortbildung kostet vergleichsweise wenig und wirkt sofort. Hitzeschutz muss dort ankommen, wo die Menschen sind, nicht bloß in einer weiteren Broschüre.“