Ahorn Blätter

Pressemitteilung | 03.03.2026

Mehr Grün für München: 1000 zusätzliche Bäume pro Jahr

München muss klimaresilienter werden. Bäume als Klima-Allrounder leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Doch vor allem in dicht bebauten Vierteln gibt es zu wenig Grünflächen. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordert, die 3-30-300-Regel vor allem dort konsequent umzusetzen. Das heißt, drei sichtbare Bäume aus jedem Fenster, 30 Prozent Baumkronenanteil und Grünflächen in maximal 300 Metern Entfernung für alle.

Bäume spenden Schatten, senken die Umgebungstemperatur und verbessern die Luftqualität. Sie sind somit unverzichtbare Allrounder der urbanen Klimaanpassung. Auch wirkt sich sichtbares Grün nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Vor allem Kinder, ältere Menschen und finanziell benachteiligte Haushalte, die in kleineren Wohnungen leben, sind auf fußläufig erreichbare Grünflächen angewiesen. Doch gerade in dicht bebauten, hitzebelasteten Stadtteilen fehlen solche Angebote.

Im Juni 2025 hat der Stadtrat bereits im Rahmen der Vorlage „Klimaresilientes München 2050“ die Ziele der „3-30-300-Regel“ als Leitlinie gesetzt. Wenn eine Münchner*in aus dem Fenster schaut, soll sie mindestens drei Bäume sehen. 30 Prozent der Stadtfläche sollen zudem unter dem Schatten von Baumkronen sein. Der letzte Wert, 300, bedeutet, dass alle Bürger*innen innerhalb von 300 Metern von ihrem Zuhause aus eine Grünfläche vorfinden sollen. Die Fraktion fordert jetzt, diesen Ansatz konsequent umzusetzen.

Gelingen soll das, indem das Baureferat, das Referat für Stadtplanung und das Referat für Klima- und Umweltschutz gemeinsam Maßnahmen entwickeln. Zum Beispiel soll das städtische Baumpflanzprogramm auf jährlich 1000 zusätzliche Bäume ausgeweitet werden. Besonders in dicht bebauten und hitzebelasteten Quartieren soll das 3-Baum-Prinzip und der 30-Prozent-Baumkronen-Anteil zum Einsatz kommen. Dabei soll auch die Entsiegelung vorangetrieben werden und klimaresiliente und standortgerechte Bäume gepflanzt werden. Außerdem sollen die Referate analysieren, welche Quartiere keinen Zugang zu Grünflächen im 300-Meter-Radius haben. Zur Lösung soll die Stadt auf innovative Lösungen setzten: Mini- und Pocketparks, grüne Schulhöfe, entsiegelte Spielplätze oder die temporäre oder dauerhafte Begrünung von Brachflächen.

Mona Fuchs, Fraktionsvorsitzende Die Grünen/Rosa Liste/ Volt:Bäume sind unsere stärksten Verbündeten in der urbanen Klimaanpassung: Sie spenden Schatten, kühlen die aufgeheizte Stadt und verbessern die Luftqualität. Doch wer Zugang zu Grünflächen und Abkühlung hat, ist noch immer eine soziale Frage. Vor allem finanziell benachteiligte Haushalte in dicht besiedelten Gebieten haben oft deutlich weniger Parks und Bäume vor der Haustür. Deshalb wollen wir Grünflächen gerechter verteilen, indem wir in besonders dichten Gebieten mehr Bäume pflanzen und mit innovativen Lösungen neue Parks und grüne Erholungsorte für alle schaffen.“