Mediensucht I – Elternarbeit an den Schulen stärken

Antrag

In den Grundschulen werden im Rahmen des Ganztags / der Arbeit an Horten und Tagesheimen Elternabende mit externen Referent*innen zum Thema Nutzung digitaler Medien und Digitalsucht von Kindern und Jugendlichen angeboten.
An den städtischen Schulen werden in der 5. oder 6. Jahrgangsstufe Elternabende mit externen Referent*innen zum Thema Nutzung digitaler Medien und Digitalsucht von Kindern und Jugendlichen angeboten.

 

Begründung:
Die meisten Kinder und Jugendlichen verfügen heutzutage über eigene Smartphones, Tablets oder Rechner mit Zugang zum Internet. Im Gegensatz zu klassischen Medien wie Bücher, Radio oder Fernsehen sind diese Geräte – vor allem Smartphones – immer verfügbar. Es gibt sowohl im App- als auch im Playstore eine schier unendliche Zahl an Apps. Ein Großteil davon ist umsonst und somit auch für Schüler*innen ohne Probleme auszuprobieren. Gleichzeitig setzen sich – wie bereits in jeder Generation vor ihnen – bestimmte Trends in der Mediennutzung durch. Aktuell bestimmt dieser v.a. in der Nutzung von Streamingportalen wie Youtube, Messengerdiensten wie WhatsApp und Onlinemultiplayerspielen wie Fortnite.
Aktuell ist es zudem so, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene einen Großteil ihrer Zeit im Internet verbringen und dies als wichtigen Teil ihres Lebens bezeichnen. Durch den Ausbau von WLAN-Netzen und der gleichzeitigen Entwicklung bei Mobilfunkverträgen (größere Datenpakete und geringere Kosten) können auch Schüler*innen nahezu zu jeder Zeit und an jedem Ort online sein. Viele junge Menschen pflegen eine Vielzahl von Onlinekontakten mit anderen Menschen in der ganzen Welt. Sie tauschen sich aus und beteiligen sich auf verschiedenste Art und Weise an den Entwicklungen im Internet. Dafür sind viele jungen Menschen bereit sehr viel Zeit zu investieren.
Vermehrt gibt es jedoch auch Fälle von Kindern, die bereits im Alter zwischen 10 und 14 Jahren anfangen, einen Großteil ihrer gesamten Tageszeit im Netz und mit der Nutzung von Medien zu verbringen. Die Gefahr, dass Kinder und Jugendliche dabei ein Suchtverhalten entwickeln, ist groß. Gleichzeitig besteht bei Eltern und Lehrkräften ein enormer Bedarf an Beratung und Unterstützung was den „richtigen“ Umgang mit digitalen Medien angeht. Ein ganzheitlicher Ansatz, der die Bedarfe von Schüler*innen, Eltern und Lehrenden gleichermaßen betrachtet, kann eine ausgewogene Nutzung digitaler Medien fördern und hilft, Digitalsucht zu vermeiden.

Wir bitten, wie in der Geschäftsordnung des Stadtrates vorgesehen, um eine fristgemäße Bearbeitung unseres Antrages.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Sebastian Weisenburger
Anja Berger
Jutta Koller
Sabine Krieger
Oswald Utz

Mitglieder des Stadtrates