Mathäser

Pressemitteilung | 30.01.2026

Mathäser Filmpalast muss erhalten bleiben!

Münchens ältestem Kino droht der Abriss. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt setzt sich für den Erhalt des Mathäser Filmpalastes ein und will, dass die Verwaltung entsprechende Maßnahmen ergreift, um das sicherzustellen.

Konkret schlägt die Fraktion eine sogenannte Veränderungssperre vor. Dieses Instrument erlaubt es der Verwaltung, Genehmigungsverfahren erst einmal zu bremsen, wenn deren Folgen noch nicht absehbar sind. Eigentümer können dann nicht einfach Fakten schaffen, die für die Stadt gegebenenfalls negativ ausfallen könnten. Zudem soll die Verwaltung prüfen, ob auch alternative Vorgehensweisen möglich sind, die zum selben Ziel führen.

Wie im Bezirksausschuss Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt bekannt wurde, plant der Investor statt des 4000 Sitzplätze umfassenden Kinopalastes einen Neubau mit Büros, Wohnungen und Geschäften. Kinovorführungen wären wenn, überhaupt nur in verkleinertem Rahmen möglich. Ein Abriss des erst im Mai 2003 eröffneten Kinos wäre nicht nur aus Umwelt- und Klimaschutzgründen eine schlechte Lösung. Die Folgen für Münchens Kinolandschaft wären gravierend. Der Mathäser Filmpalast ist eines der umsatzstärksten Kinos in Deutschland und hat ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Premieren. Außerdem ist es durch seine Lage am Hauptbahnhof hervorragend mit dem ÖPNV erreichbar – auch aus dem Umland.

Dazu kommt, dass das Bahnhofsviertel schon jetzt unter den vielen Dauerbaustellen ächzt. Diesen unschönen Zustand durch ein weiteres Abriss- und Neubauprojekt zu verlängern, würde für die Menschen im Viertel, Pendler*innen und Gewerbetreibende vor Ort eine weitere Bürde bedeuten. Die Stadt sollte deswegen aus Sicht der Fraktion alle Möglichkeiten ergreifen, um dies anzuwenden – oder den Prozess zumindest mitgestalten zu können.

Paul Bickelbacher, planungspolitischer Sprecher Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Das Mathäser ist wichtig für Münchens Kinolandschaft, aber es trägt auch generell zur Attraktivität der Innenstadt bei. Ohnehin ist das Bahnhofsviertel seit Jahren durch viele Baustellen belastet, eine weitere Großbaustelle müssen wir unbedingt vermeiden. Der Investor hat zwar versichert, in absehbarer Zeit keine Veränderungen vorzunehmen. Aber wenn wir jetzt nicht handeln, wird durch eine positiv beantwortete Bauvoranfrage bereits neues Baurecht geschaffen. Dann haben wir als Stadt nichts mehr in der Hand. Diesen Gestaltungsspielraum wollen wir uns nicht nehmen lassen.“