Münchens Kultur baut schrittweise Barrieren ab – das zeigt der Bericht zur Barrierefreiheit des Kulturreferats, der an diesem Donnerstag vorgestellt wurde.
Kultur muss für alle Menschen erlebbar und gestaltbar sein. Nach diesem Leitsatz arbeitet die Stadt München und auch die Fraktion Die Grünen – Rosa Liste setzt sich seit jeher dafür ein und hat das mit mehreren Stadtratsanträgen unterstrichen. Kulturelle Veranstaltungen müssen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention geplant und organisiert werden, dass sie für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten zugänglich sind. Der nun vom Kulturreferat vorgelegte Bericht verdeutlicht, dass die Stadt sich auf den Weg gemacht hat.
So hat die im Kulturreferat angesiedelte Fachstelle „Kunst und Inklusion“ analysiert, wo es bauliche Zugangshürden zu Veranstaltungen in den Kulturhäusern der Stadt gibt. Doch Barrierearmut bedeutet nicht nur eine Rampe oder ein Blindenleitsystem, es geht auch um tatsächliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die Fachstelle hat deswegen inklusive Vermittlungsformate erprobt und gefördert. Darunter das inklusive Tanz- und Theaterfestival „grenzgänger“ oder die Freie Bühne München mit ihrem inklusiven Ensemble.
Die Stabsstelle „Diversität und Inklusion“ wiederum arbeitet aktiv im Kulturreferat daran, Hindernisse bei der Kulturverwaltung, bei den Instituten des Kulturreferats und bei geförderten Kulturprojekten abzubauen. Außerdem begleitet und berät sie Projekte von Künstler*innen mit Behinderungen oder Diskriminierungserfahrungen, vernetzt Akteur*innen und organisiert Fortbildungsangebote.
Lorenz Stradtner, Stadtrat der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste: „Barrieren abzubauen bedeutet so viel mehr als die Abwesenheit von Treppenstufen und ist ein Gewinn für alle. Natürlich geht es dabei um Rampen für Rollstuhlfahrer*innen vor Theatern. Es gehört aber auch dazu, Programmhefte in leichter Sprache zur Verfügung zu stellen, Mitarbeitende zu Diversität und Inklusion zu schulen und Kunst nicht für, sondern mit Menschen mit Behinderung zu schaffen. Wir Grüne arbeiten seit Jahren daran, all diese Fragen voranzubringen. Auch wenn noch viel zu tun bleibt, ist es schön zu sehen, wie viel das Kulturreferat hier bereits vorangetrieben hat.“