Antrag
Das Baureferat, das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und das Referat für Klima- und Umweltschutz werden beauftragt,
- eine stadtweite Analyse vorzulegen, welche Quartiere und Bevölkerungsgruppen derzeit keinen wohnortnahen Zugang zu öffentlichen Grünflächen im 300-Meter-Radius haben;
- prioritäre Handlungsräume zu benennen, insbesondere in dicht besiedelten Vierteln mit hoher sozialer Belastung;
- Maßnahmen zur Schließung von Grünlücken zu entwickeln, insbesondere durch
- Mini-Parks und Pocket-Parks, temporäre oder dauerhafte Begrünung von Brachflächen, grüne Schulhöfe und entsiegelte Spielplätze,
- Entwicklung und Sicherung von Grünachsen;
- ein Umsetzungsprogramm mit Zeitplan vorzulegen.
Begründung:
Die Landeshauptstadt hat sich im Rahmen der Vorlage “Klimaresilientes München 2050” zur Klimaanpassung die Ziele der “3-30-300-Regel” zum Vorbild genommen. Die Zahl “300” steht dabei für eine maximale Entfernung von 300 Metern zur nächsten Grünfläche oder zum nächsten Park.
Wohnortnahe Grünflächen sind elementar für Lebensqualität, Gesundheit und soziale Teilhabe: Insbesondere Kinder, ältere Menschen und einkommensschwächere Haushalte sind auf fußläufig erreichbare Grünräume für die Freizeitnutzung sowie für die Abkühlung in heißen Sommern angewiesen.
In einigen dicht bebauten Stadtteilen bestehen aber weiterhin Versorgungsdefizite. Eine gezielte Schließung von Grünlücken stärkt die soziale Gerechtigkeit und trägt zur Hitzeminderung bei. Grünflächen sind somit elementarer Teil der städtischen Daseinsvorsorge.
| Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt |
| Initiative: Mona Fuchs Florian Schönemann Ursula Harper Judith Greif Gunda Krauss Dr. Florian Roth Anja Berger Christian Smolka Lyn Faltin Sofie Langmeier Angelika Pilz-Strasser Mitglieder des Stadtrates |