Antrag
Das Kulturreferat wird beauftragt, ein Förderangebot für Tanzschaffende, die Eltern
sind oder eine Elternschaft planen, zu entwickeln und bereitzustellen. Die Förderung
soll modellhaft umgesetzt, regelmäßig evaluiert, bedarfsgerecht weiterentwickelt und
bei Erfolg verstetigt werden.
Zudem soll geprüft werden, inwieweit diese Förderung auch auf weitere Bereiche der
Freien Szene übertragen werden kann.
Darüber hinaus soll geprüft werden, wie ein solches Förderangebot in bestehende
oder zukünftige Förderstrukturen integriert werden kann.
Begründung:
Im September 2025 fand in den Labor Ateliers das zweitägige Symposium „Tanz und
Elternschaft – Strategien für faire Care-Arbeit in der Kultur“ statt.
Die Veranstaltung wurde vom Tanzbüro München organisiert und brachte
Tanzschaffende, Institutionen sowie kulturpolitische Akteur*innen zusammen.
In Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden wurden vielfältige Perspektiven auf
die Vereinbarkeit von „Tanz und Elternschaft“ beleuchtet. Dabei wurden unter
anderem folgende strukturelle Herausforderungen benannt:
• Mehrkosten bei Reisen und Übernachtungen mit Kindern
• Verdiensteinbußen bei Elternschaft
• Aufgabe des Jobs wegen der Elternschaft
Anhand der Beispiele Studio ALTA und PIPA wurde deutlich, dass gezielte
Unterstützung von Eltern im Tanzbereich messbare positive Effekte hat:
Künstlerische Karrieren konnten fortgeführt, Fachkräfte und Talente langfristig gebunden sowie Gleichstellung, Diversität und Chancengerechtigkeit nachhaltig gestärkt werden.
Wir halten es daher für dringend erforderlich, Elternschaft für Tanzschaffende in der
Landeshauptstadt München zu ermöglichen und bestehende Benachteiligungen
gezielt abzubauen.
| Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt |
| Initiative: David Süß Dr. Florian Roth Mona Fuchs Angelika Pilz-Strasser Mo Lüttig Thomas Niederbühl Mitglieder des Stadtrates |