Integration heißt Chancen bieten – Sechs Anträge zum Ausbau und zur Verbesserung der Integration

P R E S S E M I T T E I L U N G

Mehr Chancengleichheit für Münchnerinnen und Münchner mit Migrationshintergrund ist das Ziel eines sechsteiligen Antragspakets der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste.
Fraktionsvorsitzende Katrin Habenschaden verwies zur Begründung auf die eminente Bedeutung, die die Integration von Zuwanderern und Zuwanderinnen für die Zukunft der Stadt habe: „Mehr als 40 Prozent der Münchner Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Es gehört zu den politischen Errungenschaften der Stadt München, dass ihr Charakter als Einwanderungsstadt grundsätzlich anerkannt wird und die Förderung von Integration grundsätzlich nicht mehr umstritten ist. Wir wollen mit diesen Anträgen die Integrationsangebote weiter ausbauen und dort nachbessern, wo es notwendig ist – zum Beispiel bei der Servicestelle zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, wo die Wartezeit für einen Termin derzeit bei 16 Wochen liegt. Oder bei der Beratung der knapp 2000 Geduldeten zur Erlangung eines regulären Aufenthaltsrechtes. Dies sind Maßnahmen, die auch im Interesse der Münchner Wirtschaft liegen, die sich unkomplizierte Verfahrensweisen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt wünscht.
Auch die Einrichtung eines Welcome Centers als Erstanlaufstelle für Migrantinnen und Migranten wäre ein großer Gewinn für die Stadtgesellschaft. Hier könnte die Stadt als Vermittlerin zur Fachberatung bei Fragen rund um Studieren, Arbeiten, Deutschlernen und berufliche Qualifizierung, aber auch zum Aufenthaltsrecht und zu Wohnungsfragen eine wichtige Lotsenfunktion einnehmen.“

Die Anträge unter der Überschrift „Integration heißt Chancen bieten“ befassen sich im Einzelnen mit

– Der Prüfung, ob im Rahmen der Sanierung des Ruffinihauses ein Welcome Center eingerichtet werden kann. Bei Aufbau und Begleitung des Zentrums soll die die Stelle für Interkulturelle Arbeit die Federführung erhalten. Das Projekt bündelt bereits vorhandene Angebote, die neu zugewanderten Personen die Orientierung und Integration in der Münchner Stadtgesellschaft erleichtern. (>>>Hier).

– Der Stärkung der Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen. Dazu soll das Sozialreferat ein Konzept vorlegen, wie der steigende Beratungsbedarf in der Servicestelle in geeigneter Form gewährleistet werden kann. Richtwert muss mindestens eine Halbierung der aktuellen Wartezeit auf einen Beratungstermin sein. (>>>Hier).

– Der Einrichtung einer Projektgruppe, um langjährig geduldeten Menschen in München den Übergang in einen regulären Aufenthaltstitel zu ermöglichen, indem sie in drei Fallgruppen aufgeteilt und langfristig durch die Projektgruppe beraten werden. (>>>Hier).
– Der Erstellung eines Konzeptes durch das Stadtjugendamt, wie unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten die Übergangsphase zwischen Unterbringung in der Jugendhilfeeinrichtung und dem Einstieg in den Berufsalltag flexibel im Sinne der Jugendlichen gestaltet werden kann. (>>>Hier).

– Der Erarbeitung eines Konzepts durch die Stelle für interkulturelle Arbeit, wie Münchner Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund ab Herbst 2019 in Kooperation mit dem Migrationsbeirat und den Münchner MigrantInnenorganisationen ausreichend über die Einführung der Bayerischen Ehrenamtskarte und die Auszeichnung „München dankt“ informiert werden können. (>>>Hier).

– Der Wiederaufnahme des Projekts „self_starter“, in dem Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte und Jugendliche mit Fluchterfahrung zwischen 16 und 26 Jahren auf die politische Partizipation vorbereitet werden. (>>>Hier).