Integration heißt Chancen bieten IV – Übergang zwischen Jugendhilfe und Berufsbeginn flexibel gestalten

Antrag

Das Stadtjugendamt legt bis zum Ende des Jahres ein Konzept vor, wie in Kooperation mit den städtischen und freien Trägern im Rahmen der unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten oftmals gestatteten Verlängerung der Jugendhilfe nach § 41 SGB VIII die Übergangsphase zwischen Unterbringung in der Jugendhilfeeinrichtung und dem Einstieg in den Berufsalltag flexibel im Sinne der Jugendlichen gestaltet werden kann.

 

Begründung

Nach § 41 SGB VIII haben junge Volljährige bis zum 21. Lebensjahr einen Anspruch auf Jugendhilfe, bei besonderen Gründen bis zum 27. Lebensjahr. Dies kann unter anderem die Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses miteinschließen. Jugendliche Geflüchtete beginnen oftmals erst verspätet ein Ausbildungsverhältnis und profitieren in vielen Fällen von den bestehenden Ausnahmeregelungen.
Aktuell berichten mehrere soziale Träger der Jugendhilfe in München von der Problematik, dass die Jugendlichen sehr mit der Übergangsphase nach Beendigung der jeweiligen Ausbildung und dem damit verbundenen Wegfall des Anspruchs auf Betreuung und Unterbringung zu kämpfen haben. Viele sind mit der Flut an bürokratischen Herausforderungen und vor allem auch mit der in München sehr schwierigen Wohnungssuche überfordert, die es theoretisch in wenigen Wochen zu bewältigen gilt.
Das Jugendamt muss sich hier flexibel zeigen und den Jugendlichen einen geregelten Übergang in den selbständigen Berufsalltag ohne Überforderung und maximalen Zeitdruck ermöglichen. Hierbei ist eine gewisse zeitliche Kulanz in Kooperation mit Trägern der Jugendhilfe oder anderen Einrichtungen mit niederschwelliger Begleitung angebracht, die die Bereitschaft zur temporären Weiterbetreuung auch während der Übergangsphase ohne Hilfen nach § 41 SGB VIII zeigen. Nur so ist eine erfolgreiche Integration in die Stadtgesellschaft zu gewährleisten, die im Sinne aller Beteiligten ist.

Fraktion Die Grünen – rosa liste

Katrin Haben schaden
Dominik Krause
Dr. Florian Roth
Jutta Koller
Anja Berger
Oswald Utz
Sebastian Weisenburger

Mitglieder des Stadtrates