Alle deutschen Kommunen stehen unter erheblichem Spardruck, auch München muss konsolidieren. Die grün-rote Rathauskoalition hält die ursprünglich vorgesehenen Reduzierungen des Sozial- und Kulturetats allerdings für zu weitgehend und hat sich deshalb darauf geeinigt, die Einsparsumme um insgesamt 15 Millionen Euro zu reduzieren.
Im Bereich Kultur wird es zusätzlich fünf Millionen Euro geben, die insbesondere zur Stärkung der Freien Szene und der Theater vorgesehen sind. Für den Sozialbereich mobilisiert die Koalition zehn Millionen Euro, um die vielfältigen sozialen Angebote in der Stadt zu unterstützen.
2. Bürgermeister Dominik Krause: „Kunst und Kultur sind unverzichtbar für unsere Stadt. Die geplanten Einsparungen hätten Münchens Kulturlandschaft nachhaltig beschädigt. Ich bin sehr erleichtert, dass die Einsparungen weniger gravierend ausfallen, als zunächst vorgesehen. Insbesondere in gesellschaftlich so aufgeladenen Zeiten hat die Kultur einen unschätzbaren Wert für unsere Demokratie. Kultur ermöglicht Miteinander und gesellschaftlichen Dialog. Die Einsparungen im Kulturetat bleiben trotz der zusätzlichen Mittel schmerzhaft, es ist aber jetzt gelungen, einen drohenden Kahlschlag zu verhindern. Ich bin der Koalition sehr dankbar für dieses wichtige Bekenntnis zur Kultur in unserer Stadt.“
3. Bürgermeisterin Verena Dietl: „10 Millionen weniger Einsparungen im Sozialbereich sind ein wichtiger Beitrag, um den drängendsten Problemen wie Personal- und Mietkostensteigerungen auch im kommenden Jahr gut gerecht werden zu können. Gemeinsam mit der Wohlfahrt, den Trägern und dem Sozialreferat befinden wir uns aktuell in einem gut vorankommenden Prozess, um die soziale Landschaft bedarfsgerecht und zukunftsfähig zu gestalten. Ich bin allen Beteiligten für die konstruktive gemeinsame Arbeit dankbar. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten halten wir zusammen, um die Angebote für die Münchnerinnen und Münchner, die auf soziale Unterstützung angewiesen sind, weiterhin in der gewohnten Qualität aufrecht erhalten zu können. Die Menschen können sich auf uns verlassen. Im Sozialen wird es keinen Kahlschlag geben! Über die genaue Verwendung der zusätzlich zur Verfügung stehenden Mittel werden wir in den kommenden Wochen entscheiden.“