Grüne Initiativen gegen den Personalmangel in der Pflege

Grüne Initiativen gegen den Personalmangel in der Pflege

Mit einem umfangreichen Antragspaket reagiert die Stadtratsfraktion Die Grünen – Rosa Liste auf die Pflege-Krise der Stadt München. Ziel der acht Anträge ist es laut Fraktionschefin Katrin Habenschaden, die Zahl der Fachkräfte im Bereich der Altenpflege in München deutlich zu erhöhen, deren Arbeits- und Lebensbedingungen zu verbessern sowie die Strukturen der Münchner Einrichtungen den neuen Erfordernissen in der Pflege anzupassen.

Katrin Habenschaden: „In München fehlen in den kommenden Jahren tausende Fachkräfte – das ergibt sich unter anderem aus einer Studie des Gesundheitsreferats, der zufolge in den nächsten 10 Jahren allein in den städtischen Kliniken über 2100 Pflegekräfte fehlen werden. Auch aus der Alten-und Langzeitpflege kommen alarmierende Meldungen. Wir müssen daher alle verfügbaren Instrumente einsetzen und alle bürokratischen Hemmnisse überwinden, um den Fachkräftemangel in der Pflege endlich zu beseitigen.“

Analog zu der oben genannten Klinik-Studie fordert die grün-rosa Fraktion daher, auch über die Situation der Pflege in den Münchner Pflegeeinrichtungen für Seniorinnen und Senioren ein Studie zu erstellen, um sich ein genaues Bild von der Lage machen zu können (>>>hier). Sozial- und Gesundheitsreferat sollen zudem analysieren, wie die Pflegeangebote für pflegebedürftige Schwerbehinderte, Wohnungslose und Drogenabhängige sowie für selbst- und fremdgefährdende demente SeniorInnen verbessert werden kann. Diese PatientInnen haben spezielle Bedürfnisse, die Versorgung in diesen Bereichen weist jedoch deutliche Lücken auf (>>>hier). Einer besseren Kooperation und Koordination der gesamten Pflege dient auch ein Antrag zur Erweiterung des bereits bestehenden „Runden Tischs Pflege“ um die Träger der vollstationären Langzeitpflege (>>>hier).

Antrag Nr. 4 widmet sich dem außerordentlich wichtigen Problem der Personalgewinnung, genau gesagt: der schleppenden Anerkennung ausländischer Pflege-Fachkräfte durch die Regierung von Oberbayern, die dafür 6-12 Monate benötigt (zum Vergleich: BaWü braucht dafür ca. 1 Monat). Die Grünen – rosa liste fordern daher, beim Freistaat die Übertragung des Anerkennungsverfahrens auf die Stadt zu beantragen (>>>hier). Den Pflegeruf attraktiv zu machen ist auch das Ziel eines weiteren Antrags, der ein Konzept für die Kinderbetreuung speziell für Eltern in diesem außergewöhnlich fordernden Berufsfeld zum Inhalt hat (>>>hier).

Weitere Anträge widmen sich der Prävention zur Vermeidung von Krankenhausfällen (>>>hier), einer städtischen Beratungsstelle zur Beratung von Pflegekräften, die nach einer Auszeit wieder in ihren ursprünglichen Beruf einsteigen möchten, (>>>hier) und der Einführung eines Bayerischen Pflegeförderprogramms, für das sich der Oberbürgermeister beim Freistaat einsetzen soll (>>>hier).