Pressemitteilung | 07.12.2023

Grüne fordern Konsequenzen aus Schneechaos bei der Tram

Die Grünen – Rosa Liste fordern, die mehrtägigen Streckenausfälle bei der Trambahn gründlich aufzuarbeiten und ein deutlich besseres Krisenmanagement bei der MVG aufzubauen, sodass auch in kritischen Situationen die zentrale Betriebsweiterführung und die zuverlässige aktuelle Information der Öffentlichkeit gewährleistet werden können. Für Extremereignisse – also nicht nur Schnee und Kälte, sondern bspw. Starkregen oder Hitzewellen, sowie nicht-wetterbedingte Ausnahmelagen – müsse zumindest ein kontinuierlicher Notbetrieb laufen, der Normalbetrieb müsse auch dann zuverlässig binnen kurzer Zeit wieder ermöglicht werden.

Die Mobilitätskoordinator*innen der Grün-Rosa Fraktion, Gudrun Lux und Paul Bickelbacher danken allen, die seit Tagen dafür arbeiten, trotz Schneemassen und Eiseskälte Mobilität in München weiter zu ermöglichen. Angesichts des Rekordschneefalls und der tiefen Temperaturen am Wochenende äußern sie Verständnis für die akuten Betriebseinschränkungen am Samstag und Sonntag. Dass auch nach einigen Tagen ohne weitere Schneefälle und bei deutlich milderen Temperaturen der Betrieb noch nicht wieder vollumfänglich aufgenommen werden konnte, zeige aber deutlichen Handlungsbedarf.

Stadträtin Gudrun Lux: „Wir müssen unserer Verkehrsbetriebe besser wappnen für Extremwetterereignisse, denn davon wird es absehbar immer mehr geben. Wir brauchen also Notfallpläne, wie der Betrieb von Bus und Bahn weiterlaufen kann, welche wichtigen Linien unbedingt weiter bedient werden müssen und wie das auch im Schienenersatzverkehr geleistet werden kann. Außerdem brauchen wir punktgenaue Informationen für die Kundinnen und Kunden der MVG. Die App MVGo leistet für viele im Alltag wichtige Dienste, in der Krisensituation konnte sie unseren Ansprüchen aber nicht genügen. Daran muss die MVG arbeiten, denn gerade in Ausnahmefällen müssen Informationen schnell, zuverlässig und aktuell verfügbar sein.“

Stadtrat Paul Bickelbacher: „Wir wollen den Münchnerinnen und Münchnern einen autolosen Lebensstil ermöglichen, das muss auch für Krisenzeiten gelten. Deshalb ist es zentral, dass Busse und Bahnen zuverlässig fahren. So wie wir das städtische Unternehmen für die Zukunft wappnen möchten, bitten wir auch den Freistaat, mit der Bahn ins Gespräch zu gehen, damit zukünftig der S-Bahn-Betrieb gegebenenfalls mit Schienenersatzverkehr zumindest reduziert aufrechterhalten werden kann.“