Lieferverkehr an der Großmarkthalle

Pressemitteilung | 26.11.2025

Großmarkt an den Stadtrand, mehr Wohnen für Sendling

Schwerlastverkehr raus aus der Stadt – bezahlbarer Wohnraum und ein lebenswertes Quartier rein. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt will das Großmarktareal neu denken: als klimaneutrales Viertel mit erschwinglichen Wohnungen, insbesondere für Familien. Als Areal, auf dem neue Grünflächen entstehen, soziale und kulturelle Angebote, Sport- und Spielmöglichkeiten. Für den Großmarkt mit seinem Fokus auf Warenumschlag soll an einem anderen Ort eine neue Heimat gefunden werden.

In der Vollversammlung des Stadtrats im November sind die ersten Weichen in diese Richtung gestellt worden. Die Stadt wird einen Zukunftsprozess starten, bei dem neue Standorte für den Großmarkt geprüft werden. Außerdem soll über das Großmarktareal hinaus eine Vision entwickelt werden, wie der gesamte Stadtraum bis zum Vieh- und Schlachthofgelände von einem Gewerbegelände zu einem gemischten Wohnviertel weiterentwickelt werden kann. Dabei sollen Interessensgruppen wie die Händler*innen beteiligt werden.  

Das ist ein wichtiger Schritt. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt pocht allerdings auf mehr Tempo: So soll der Zukunftsprozess zwingend noch in diesem Jahr gestartet werden, nachdem durch das gescheiterte Investorenmodell ohnehin schon viel Zeit verloren gegangen ist. Außerdem hält es die Fraktion für falsch, weiterhin an Sendling als Standort festzuhalten. Vielmehr muss alle Energie nun in eine neue Standortsuche am Stadtrand oder außerhalb der Stadtgrenzen fließen. Dort kann ein Warenumschlagplatz sinnvoller angesiedelt werden als in einem dicht besiedelten Innenstadtviertel.

Auch eine Aufteilung des Großmarktes auf zwei Standorte, einen Umschlagplatz für Großhändler*innen und einen zweiten für den Münchner Lebensmittelhandel und die Gastronomie, hält die Fraktion nicht für zielführend.

Christian Smolka, kommunalpolitischer Sprecher Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wir waren in den vergangenen Wochen mit vielen Händler*innen im Gespräch. Ihnen ist Planungssicherheit wichtig. Deswegen müssen wir uns jetzt endlich ehrlich machen und sagen: Der Großmarkt in Sendling ist passé. Auf dieser innerstädtischen Fläche kann stattdessen ein zukunftsweisendes Quartier entstehen: mit bezahlbaren Wohnungen, neuen Grünflächen, Kultur und Spielplätzen. Die denkmalgeschützten Hallen können wir natürlich weiternutzen, entweder für Gastronomie oder auch einen Bauernmarkt. Allerdings ohne Beteiligung des Großmarktes. Denn für die Großmarkthändler*innen rechnen sich zwei Standorte einfach nicht.“