Geeignete Räume für das Diversity-Jugendzentrum

Antrag

Um die Jugendarbeit für junge Lesben, Schwule und Transgender in München weiterhin zu ermöglichen, wird das Kommunalreferat beauftragt, für das Diversity-Jugendzentrum des Vereins diversity München e.V. angemessene und geeignete Räume möglichst aus dem städtischen Bestand zur Verfügung zu stellen.
Zur Sicherstellung der jugendhilferechtlichen Bestimmungen und der fachlichen Rahmenbedingungen von LGBT-Jugendlichen wird dabei eng mit dem Stadtjugendamt und der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen kooperiert.

Begründung:
Der Vorstand des schwullesbischtrans Jugendzentrums (diversity München e.V.) hat in einem Gespräch mitgeteilt, dass aufgrund von Brandschutzauflagen der Betrieb des Jugendzentrums auf maximal 30 gleichzeitig anwesende Personen beschränkt worden ist. Damit ist der Betrieb der Jugendeinrichtung auf Dauer nicht mehr zu gewährleisten.
Schon im Regelbetrieb stellt dies für Vorstand und Gruppenleiterinnen und -leiter eine schwierige Herausforderung dar. Junge Menschen, die ein schwules, lesbisches oder transgender Coming Out erleben und Unterstützung brauchen, müssen damit in Zukunft abgewiesen werden, wenn mehr als 30 Menschen in den Räumen sind.  Sonderveranstaltungen wie z.B. Aufklärungsabende, Einladungen an andere Jugendgruppen (Förderung von Kontakt und Verständnis), Feste usw. sind gar nicht mehr möglich.
Der Stadtrat hat vor kurzem beschlossen, die schwullesbischtrans Jugendarbeit zu stärken und für das Jugendzentrum eine halbe Stelle für sozialpädagogische Unterstützung einzurichten.  Dies wird nun durch die Brandschutzauflagen konterkariert.
Da die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher natürlich Vorrang hat, wird sich der Verein selbstverständlich an die Auflagen halten.

Fraktion Die Grünen-rosa liste

Initiative:
Thomas Niederbühl
Lydia Dietrich
Mitglieder des Stadtrates