Pressemitteilung | 06.07.2022

Gasteig: Größtes Kulturzentrum Europas goes Zwischennutzung

Auf Initiative der grün-roten Rathauskoalition kann der Gasteig, das größte Kulturzentrums Europas, bis zum Beginn der Sanierung im Investorenmodell einer kulturellen Zwischennutzung zugeführt werden. Der Bewerbungsprozess hat begonnen.

Auch die Philharmonie und Dach- und Freiflächen des Gebäude-Komplexes im Stadtteil Haidhausen sollen bespielt werden können. Dies hat die Gasteig München GmbH am Mittwoch auf Basis des Beschlusses aus dem nicht-öffentlichen Sitzungsteil der letzten Vollversammlung bekannt gemacht.

Die Zwischennutzung des Gasteig soll nach Meinung der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste breiten Raum für spartenübergreifende Kreativität im urbanen Kontext schaffen. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf die Probentätigkeiten von Kulturschaffenden mit Fokus auf die Freie Szene gelegt werden. Der Beginn der Zwischennutzung soll bereits am 15. Oktober dieses Jahres erfolgen und bis voraussichtlich Ende des Jahres 2023 andauern können. Auf den Außen- und Dachflächen, an denen potentielle Nutzer*innen ebenfalls bereits großes Interesse signalisiert haben, könnten erste Zwischennutzungen wohl schon ab Anfang August starten.

Dazu sagt die Zweite Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Gasteig München GmbH, Katrin Habenschaden: „Wir lassen das riesige Potential des Gasteigs nicht brach liegen, sondern schaffen ein neues kreatives Zentrum für unsere Stadt. Ich freue mich auf eine bunte Mischung aus verschiedenen kulturellen Richtungen und Genres, einen Schmelztiegel der Kreativität in München. Es ist eine charmante Vorstellung, dass die freie Szene den renommierten Gasteig mit seinen hochkulturellen und institutionalisierten Nutzungen ein bisschen aufmischt. Ich freue mich sehr auf Münchens größte Kreativ-WG.“

Dazu sagt Stadtrat Florian Roth (Die Grünen): „Angesichts des eklatanten Mangels an bezahlbaren Flächen und Räumen für Kunstschaffende und soziokulturelle Angebote in unserer Stadt ist die Zwischennutzung des Gasteig eine enorme Chance. Das gilt insbesondere für die freie Szene. Vom kleinen Übungsraum bis zu großen Konzerten, von Ateliers bis zu Ausstellungsflächen bietet sich der Gasteig mit seinen unterschiedlichen Räumlichkeiten für vielfältigste Nutzungskonzepte an. Ich bin gespannt, wer die Jury überzeugen kann und hoffe, dass möglichst viele Kunst- und Kulturschaffende aus München ihre Hüte bis zum 27. Juli in den Ring werfen werden.“