Pressemitteilung | 02.12.2025

Für unsere Münchner Kindl: Schulwegsicherheit verbessern!

Wenn die Tage kürzer werden, steigt die Gefahr auf dem Schulweg vor allem für kleine Münchner*innen. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordert deswegen kurz- und langfristige Maßnahmen für mehr Schulwegsicherheit.

12.550 Münchner Kindl sind heuer eingeschult worden. Fast 40 Prozent der insgesamt 168.000 Schüler*innen besuchen eine Grundschule. Es geht also um viele kleine Menschen, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind. Morgens wird es im Winter spät hell, abends früh dunkel, Autofahrende sehen Kinder im Straßenverkehr dann zu spät oder gar nicht. Verschärft wird diese Situation, wenn Kreuzungen unübersichtlich sind und falsch geparkte Autos die Sicht versperren.

Schulwegsicherheit muss höchste Priorität haben. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordert deswegen Sofortmaßnahmen: zum einen mehr Zebrastreifen auf gängigen Schulwegstrecken, die mithilfe von mobilen Gehwegnasen noch sicherer gemacht werden können. Darüber hinaus sollen Fahrradbügel an Querungsstellen dafür sorgen, dass nicht widerrechtlich geparkt und so die Sicht auf Kinder versperrt werden kann. Außerdem sollen sogenannte Schulstraßen gestärkt und auf mehr Schulen ausgeweitet werden. Dieses Modell wurde im März 2025 vom Stadtrat beschlossen: In unmittelbarer Nähe von Schulen werden Straßenabschnitte temporär gesperrt, um Kindern einen sicheren Weg ins Schulgebäude zu ermöglichen.

Nicht alle Kinder können ihren Schulweg nur zu Fuß bewältigen. Sobald sie weiterführende Schulen besuchen, müssen manche in U-Bahn, Bus oder Tram steigen. Bei Fünftklässler*innen geht es dabei ebenfalls um gerade einmal Zehn- oder Elfjährige. Dazu kommt: Bei Schulausflügen müssen Lehrkräfte sich ebenfalls darauf verlassen können, dass sie mit ihrer Klassengruppe sicher ans Ziel kommen.

Gerade an Tramhaltestellen sind jüngst schwere Unfälle passiert. Es herrscht Handlungsbedarf. Haltestellen in der Nähe von Schulen, etwa an der Donnersbergerbrücke, dem Leonrod- oder Karl-Preis-Platz, müssen ein Sicherheitsupdate bekommen. Direkt an den Haltestellen könnten überflüssige Autospuren Schutzelementen für Kinder weichen: Leitplanken neben den schmalen Haltestelleninseln bringen hier ein großes Plus an Sicherheit. Natürlich muss auch die Geschwindigkeit angepasst werden. Wenn an einer engen Trambahnhaltestelle Tempo 50 erlaubt bleibt, obwohl dort regelmäßig kleine Kinder warten, ist das ein zu hohes Risiko.

Das Thema Schulwegsicherheit hat viele Aspekte. Perspektivisch muss es deswegen bei einer Person in der Stadtverwaltung gebündelt werden. Langfristig soll die Verwaltung ein Kinderwegekonzept erarbeiten, das mit Schulen und Elternvertretungen gut abgestimmt wird. 

Florian Schönemann, Stadtrat Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wir sind regelmäßig mit Eltern im Gespräch. Schulwegsicherheit ist für sie ein wichtiges Thema – zu Recht. Die Stadt hat sich der Vision Zero verpflichtet, was bedeutet: keine tödlichen Verkehrsunfälle mehr. Daran müssen wir arbeiten und dazu braucht es, vor allem für die Kleinsten, eine Infrastruktur, die Fehler verzeiht und für Sicherheit sorgt.“

Sofie Langmeier, Stadträtin Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wir machen eine starke Politik für die schwächsten Verkehrsteilnehmer*innen: Wenn Kinder zu Fuß in die Schule gehen, stärkt das ihr Selbstbewusstsein und ihre Autonomie. Doch Eltern müssen ein gutes Gefühl haben können, wenn sie ihren Nachwuchs alleine oder mit der Klassenkamerad*in losschicken. Daran arbeiten wir mit Nachdruck!“