Feinstaub: Grenzwert überschritten – Handeln gefordert!

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Feinstaub: Grenzwert überschritten – Handeln gefordert!

Trotz des wenig sommerlichen Wetters wurde bereits letzte Woche an der Messstelle Landshuter Allee zum 36. Mal in diesem Jahr eine Überschreitung des Grenzwertes für Feinstaub registriert. Nach weniger als sechs Monaten ist damit das von der EU vorgegebenen Jahreslimit bereits wieder erreicht.

Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Stadtratsfraktion, Sabine Nallinger, erklärte, die frühzeitige Überschreitung des Grenzwertes bestätige auch in diesem Jahr, dass die Bemühungen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung noch nicht ausreichen. Sabine Nallinger: “Die bisherigen Maßnahmen zur Feinstaubreduzierung wie das LKW-Transit-Verbot und die erste Stufe der Umweltzone sind Schritte in die richtige Richtung. Was wir aber brauchen, um die Luft für die Münchner Bürgerinnen und Bürger dauerhaft zu verbessern, sind weitere und zum Teil drastischere Maßnahmen und Alternativen zum Autoverkehr. Dazu zählen auf jeden Fall die beiden nächsten Stufen der Umweltzone, die auch Fahrzeuge mit roten und gelben Plaketten ausschließen, wie auch die schnelle Umsetzung des bereits beschlossenen Ausbaus des ÖPNV und des Radverkehrs.“
Bei der Umweltzone macht es Augsburg vor. In der Genehmigung für den Luftreinhalteplan von Augsburg ist bereits die Verschärfung der Umweltzone festgelegt. So sieht Augsburg ab Oktober 2010 den Ausschluss von Fahrzeugen mit roter Plakette und ab 2012 auch den Ausschluss von Fahrzeugen mit gelber Plakette vor. Sabine Nallinger: „München sollte sich bei der Umweltzone ein Beispiel an Augsburg nehmen und mit der Einführung der Verschärfung gleichziehen. Es ist wichtig, dass zumindest die bayerischen Städte die gleichen Regelungen haben, um den betroffenen Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughaltern klar zu vermitteln, ab wann sie mit welcher Plakette innerhalb der Umweltzone – ob nun in Augsburg oder München – nicht mehr fahren dürfen.“