Auf dem Gelände des Siemens-Sportparks wollen die Stadtwerke (SWM) eine neue Geothermie-Anlage errichten. Im Gegenzug soll am Forstenrieder Park Platz für den Breitensport geschaffen werden. Die Grünen/Rosa Liste/Volt begrüßen diese Entscheidung. Nun müssen die Planungen möglichst gut in die schützenswerte Natur im Münchner Süden integriert werden. So können Breitensport, Landschaftsschutz und Wärmewende gleichermaßen gewinnen.
Der Plan, der vom Aufsichtsrat beschlossen und noch durch den Stadtrat bestätigt werden muss, sieht einen Ringtausch vor. Auf dem Gelände des Siemens-Sportparks gibt es derzeit eine Breitensportanlage als Zwischennutzung. Künftig soll dort eine Geothermie-Anlage gebaut werden. Sportliche Nutzungen könnten dafür im Bereich des ehemaligen Bads am Forstenrieder Park untergebracht werden. Hier planen die Stadtwerke bereits ein neues Schwimmbad, eine Ergänzung durch weitere Sportangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erscheint also sinnvoll. Aus Sicht der Grünen/Rosa Liste/Volt ist naheliegend, die Einnahmen aus der Verpachtung am Siemens-Sportpark an die SWM zweckgebunden für dieses Breitensportangebot zu nutzen.
Damit die Planungen schnell konkretisiert werden, fordert die Fraktion die Stadtverwaltung auf, gemeinsam mit den SWM zu erarbeiten, wie die Nutzungskonzepte für beide Standorte aussehen können. Vor allem das Gelände des Siemens-Sportparks ist sensibel. Hier gibt es ein hohes Potenzial für Geothermie. Gleichzeitig befindet sich das Areal in einem der größten zusammenhängenden Grünräume im Münchner Süden und verbindet die Isarauen und mehrere geschützte kleinere Wälder. Schon jetzt stehen Teile des Siemens-Sportparks unter Schutz, an einer Erweiterung dieser Schutzzonen wird gearbeitet. Beide Planungen müssen in Einklang gebracht werden.
Mona Fuchs, umweltpolitische Sprecherin Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Der Ausbau der Geothermie ist ein zentraler Schlüssel für die Wärmewende und unseren Weg in Richtung Klimaneutralität. Durch den Flächentausch können wir unser Angebot an Fernwärme ausbauen und gleichzeitig den Breitensport im Münchner Süden stärken. Der Siemens-Sportpark ist eine landschaftlich sensible Fläche. Uns ist es wichtig, dass wir die Planungen der Stadtwerke gemeinsam mit dem Landschaftsschutz denken. So schaffen wir eine echte Win-Win-Situation.“