Paul Bickelbacher

Pressemitteilung | 15.04.2026

Eggarten: München schafft Baurecht für 1900 Wohnungen

Ein modernes, autoarmes Viertel der kurzen Wege – mit einem hohen Anteil an Genossenschaftswohnungen. Die historische Eggarten-Siedlung zwischen DB-Nordring und Feldmoching wird zu einem gemischten Quartier. Der Planungsausschuss des Stadtrats hat heute Baurecht für insgesamt 1900 Wohnungen geschaffen.

Bereits 2020 wurde in einem städtebaulichen Wettbewerb entschieden, das bislang durch große private Gärten und einige wenige Einfamilienhäuser geprägte Areal zu einem gemischten Viertel zu entwickeln. Vor allem Genossenschaften sollen auf dem 21 Hektar umfassenden Gebiet bezahlbaren Wohnraum entwickeln können. Knapp 900 Wohnungen sollen von ihnen gebaut werden. Neben Gewerbe, zentralen Einkaufsmöglichkeiten, einer Schule und Kitas soll es vernetzte Höfe und Grünflächen zur Erholung für die Anwohnenden geben.

Der neue Eggarten soll ein zukunftsweisendes Quartier werden, in dem die Bewohner*innen bequem zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sein können. Der Autoverkehr wird weitgehend aus dem Quartier herausgehalten und wird am Rand in Quartiersgaragen gebündelt. So sind die Straßen vor allem für ein lebhaftes Viertelleben – nicht nur – für Familien da.

Die Entwicklung des Eggartens war in den vergangenen Jahren nicht unumstritten. Vor allem, weil nicht der gesamte alte Baumbestand erhalten werden kann und die Anbindung an den ÖPNV noch verbesserungswürdig ist. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt hat sich im Ausschuss deswegen noch einmal klargestellt, dass Bestandsbäume durch eine kluge Baustellenplanung möglichst erhalten werden sollen und es für wegfallende Altbäume dringend Ersatzpflanzungen braucht. Zudem muss das Planungsreferat prüfen, ob der Investor nicht doch mehr in die Pflicht genommen werden kann, um eine bessere Anbindung zum U-Bahnhof Oberwiesenfeld zu schaffen, zum Beispiel durch einen besseren Fuß- und Radweg.Paul Bickelbacher, planungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt:„Wir schaffen heute Baurecht für 1900 dringend benötigte neue Wohnungen für die Münchner*innen. Vor allem die Genossenschaften werden dieses Quartier künftig prägen. Ihnen heute ein sicheres Go geben zu können, war uns wichtig. Dass wir nicht alle Altbäume erhalten können, ist natürlich ein großer Wermutstropfen für uns. Wir wünschen uns deswegen, dass bei den Ersatzpflanzungen nachgebessert wird – übrigens auch bei der Anbindung an den ÖPNV. Insgesamt glaube ich aber, dass der neue Eggarten mit seinen Quartiersgaragen, den kurzen Wegen und viel Freiraum für die Bewohner*innen ein lebenswertes Viertel werden kann, dessen Entwicklung wir natürlich weiter begleiten werden!“