Visualisierung Englischer Garten Trambahn

Pressemitteilung | 15.09.2025

E-Gartentram soll eingleisig fahren

Neuer Schwung für die E-Gartentram! Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordert die MVG auf, ein Konzept für einen eingleisigen Betrieb zu erarbeiten. Die Planungen für die Tram Nordtangente, die derzeit vom Freistaat blockiert wird, können so endlich wieder Fahrt aufnehmen.

Die Tram Nordtangente könnte mit nur wenigen neuen Metern Gleis eine wichtige Direktverbindung zwischen Neuhausen, Schwabing und Bogenhausen ermöglichen. Doch der Freistaat stellt sich quer: Entgegen allen Zusagen hat er im vergangenen Jahr Plänen für die E-Gartentram eine Absage erteilt. Die Begründung: Der Eingriff in den Park sei zu groß und es müssten zu viele Bäume gefällt werden.

Diese Einwände lassen sich leicht entkräften, wenn man die Trambahn im Bereich des Englischen Gartens eingleisig fahren lässt. Ohnehin ist der Abschnitt zwischen Oberstjägermeisterbach und Schwabinger Bach lediglich knapp 750 Meter lang. Eine Trambahn durchquert die Strecke, je nach Geschwindigkeit, in zwei bis drei Minuten. Wartezeiten könnten durch einen klug gestalteten Fahrplan oder durch ein Ausweichgleis, zum Beispiel an der Haltestelle Chinesischer Turm, vermieden werden. So wäre ein Fünf-Minuten-Takt ohne weiteres möglich.

Florian Schönemann, Stadtrat Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wenn wir die Trambahn eingleisig durch den Englischen Garten führen, schützen wir die alten Bäume und schaffen trotzdem eine attraktive Querverbindung, die die Münchner Fahrgäste so dringend brauchen. Es ist ohnehin mehr als fraglich, ob es der Söder-Regierung überhaupt um Baumschutz geht. Schließlich lässt die Staatsregierung gerade wieder einen Tunnel durch den Englischen Garten prüfen, für den noch viel mehr gefällt werden müsste. Und dass für den Ausbau des Föhringer Rings fünfeinhalb Hektar Wald gerodet werden, hält man in der Staatskanzlei offensichtlich auch für kein Problem. Aber wenn Baumerhalt tatsächlich der Hintergrund für die Blockade der Gartentram sein sollte, gibt es mit der eingleisigen Lösung nun wirklich keine Argumente mehr.“