Drogen und Pillen auf einem Tisch

Antrag | 04.09.2025

Drug-Checking-Modellprojekt in München

Antrag

Die Landeshauptstadt München setzt sich beim Freistaat Bayern dafür ein, die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung eines kommunalen Drug-Checking-Modellprojekts zu schaffen und die entsprechende Ausnahme-genehmigung zu beantragen bzw. zu erteilen.

Parallel dazu wird die Stadtverwaltung beauftragt, gemeinsam mit dem Gesundheitsreferat, den städtischen Fachstellen und den Suchthilfe-Trägern ein Drug-Checking-Angebot in München zu erarbeiten.

Das Konzept soll Erfahrungen aus bereits etablierten Projekten in Berlin, Zürich und Graz berücksichtigen und eine Evaluation vorsehen.

Begründung:

Drogenkonsum existiert – unabhängig davon, ob die Politik dies anerkennt oder nicht. Besonders gefährlich sind verunreinigte oder falsch dosierte Substanzen, die immer wieder zu schweren Gesundheitsschäden und Todesfällen führen.

Drug-Checking ist ein erprobtes Instrument, um Konsument*innen vor solchen Risiken zu schützen. Es ermöglicht die Analyse von Substanzen und liefert zugleich einen niedrigschwelligen Zugang zu Beratung und Prävention. Die Beispiele aus Berlin und Graz zeigen: Drug-Checking rettet Menschenleben.

Der Freistaat Bayern blockiert bislang die rechtliche Umsetzung. München darf aber nicht untätig bleiben, sondern muss aktiv darauf drängen, endlich auch hier ein Modellprojekt zu ermöglichen.

 Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt
 Initiative:
Angelika Pilz-Strasser
David Süß
Clara Nitsche
Judith Greif
Sofie Langmeier
Thomas Niederbühl
Sibylle Stöhr
Christian Smolka
Anja Berger
Mo Lüttig

Mitglieder des Stadtrates