Gemeinsam mit Vertreter*innen der jüdischen Gemeinschaft Münchens haben die Fraktionen Die Grünen – Rosa Liste, SPD, FDP FW, CSU, ÖDP/BK/ML und Volt zusammen mit der zweiten Bürgermeisterin Mona Fuchs und der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, ein Zeichen gegen Antisemitismus gesetzt.
Die Aktion wurde von Verena Kayser-Eichberg und Prof. Dr. Guy Katz initiiert. Dem Bündnis „D-A-CH gegen Hass“ haben sich inzwischen mehr als 200 Organisationen angeschlossen, auch im Bayerischen Landtag fand bereits eine Aktion mit den dortigen demokratischen Abgeordneten statt. Am 1. Juli haben sich Stadträt*innen vor der Vollversammlung auf dem Marienplatz zusammengefunden, um deutlich zu machen: Die demokratische Mitte steht zusammen gegen Hass und Hetze.
Clara Nitsche, Vorsitzende der Fraktion Die Grünen – Rosa Liste: „Antisemitismus frisst sich wieder in den Alltag, jüdische Geschäfte werden beschmiert, Menschen mit Kippa bespuckt und Restaurants angegriffen. Dem stellen wir uns entschieden entgegen. Hass darf niemals toleriert werden. Deswegen setzen wir heute ein Zeichen des Zusammenhalts und der Solidarität.“
Anne Hübner, Vorsitzende der SPD-Fraktion: „Wir stehen entschlossen zusammen gegen Antisemitismus. Wenn Menschen in unserer Stadt ausgegrenzt, angefeindet oder angegriffen werden, geht uns das alle an. Der Kampf für ein friedliches Zusammenleben ohne Hass, ohne Vorurteile, ist wichtiger denn je – wir alle sind ihm verpflichtet.“
Prof. Dr. Jörg Hoffmann, Vorsitzender der Fraktion FDP FREIE WÄHLER: „Antisemitismus ist keine Randerscheinung, sondern eine reale Bedrohung – leider auch in München. Unsere Stadt trägt eine besondere historische Verantwortung, jüdisches Leben sichtbar und sicher zu schützen. Deshalb setzen wir vor der Vollversammlung gemeinsam dieses Zeichen!“
Manuel Pretzl, Vorsitzender der CSU-Stadtratsfraktion: „Mehr als 1000 antisemitische Vorfälle wurden im Jahr 2025 in München gemeldet – eine erschreckend hohe Anzahl, die leider zeigt, warum Aktionen gegen Antisemitismus bitter nötig sind. Münchens demokratische Kräfte stehen fest an der Seite der jüdischen Gemeinschaft in unserer Stadt. Antisemitismus – ohne uns.“
Tobias Ruff, Vorsitzender der Fraktion ÖDP/BK/ML: „Wer Jüdinnen und Juden angreift, greift auch die Werte unserer offenen Gesellschaft an. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu München und muss überall sicher und sichtbar sein. Mit dieser gemeinsamen Aktion setzen wir ein klares Zeichen: Antisemitismus hat in unserer Stadt keinen Platz!“
Felix Sproll, Vorsitzender der Fraktion Volt: „Antisemitismus, gerade auch israel-bezogener Antisemitismus, ist eine Gefahr, die es in allen Gesellschaftsschichten gibt. Es liegt an uns allen, dagegen aufzustehen, wo auch immer sich dieser zeigt.“