Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung – ungeachtet ihres Geschlechts. Mit dem Konzept für geschlechtergerechte Pädagogik hat die Stadt diese Woche die Strukturen dafür gestärkt. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung, den die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt stets forciert hat.
Bereits 2016 hat die Gleichstellungskommission der Stadt empfohlen, geschlechtergerechte Pädagogik in der Alltagspraxis von Bildungseinrichtungen besser zu verankern. Das Ziel: Kinder und Jugendliche sollen gleichwertige Bildungs- und Entwicklungschancen haben, egal, welches Geschlecht sie haben. Struktureller Benachteiligung und Diskriminierung muss aktiv und entschieden entgegengewirkt werden. Damit das gelingt, müssen Menschen, die in der Ganztagsbildung arbeiten, dahingehend sensibilisiert und Präventions- und Hilfestrukturen für Mädchen, Jungen, trans und nicht-binäre Kinder und Jugendliche gestärkt werden.
Ein Konzept, das dies ermöglicht, wurde unter der Federführung des Pädagogischen Instituts – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement im Referat für Bildung und Sport erarbeitet. Für den Bereich frühkindliche Bildung bis sechs Jahren gab es eine weitere Arbeitsgruppe in Zusammenarbeit mit Münchner Trägern.
Das nun verabschiedete Konzept richtet sich an alle Personen, die im Bildungsbereich arbeiten, sei es als Schul- oder Kitaleitung, Erziehungskraft oder weitere Akteur*innen im Ganztag. Ihnen werden Informationen und Beratungsangebote zur Verfügung gestellt, die es ihnen erleichtern, geschlechtergerechte Pädagogik in ihrem Arbeitsalltag umzusetzen. Außerdem nimmt das Konzept die Bildungseinrichtung als Ganzes, etwa die Gestaltung der dortigen Räume, in den Blick. Das macht eine Schule, die allen gerecht wird, erst möglich.
Anja Berger, bildungspolitische Sprecherin Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Wir wollen Bildungsräume, in denen sich alle Kinder entfalten können. Deswegen müssen wir unser Fachpersonal entsprechend sensibilisieren, aber auch unsere Bildungsräume ganz praktisch anders gestalten. Deswegen stellen wir uns die Frage: Sehen unsere Pausenhöfe, Turnhallen und Aufenthaltsräume so aus, dass sich alle Kinder hier wohlfühlen können? Wir haben bereits erste Pausenhöfe im Zuge von Sanierungen entsprechend umgestaltet und schöne Ergebnisse erzielt. Das wollen wir weiterführen!“
Mo Lüttig, kinder- und jugendpolitische Sprecher*in Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Dass wir nun das Konzept für geschlechtergerechte Pädagogik verabschieden können, ist ein toller Erfolg, den auch der stete Einsatz unseres grünen Bildungsreferats möglich gemacht hat. Gerade trans und nicht-binäre Jugendliche erleben in ihrem Schulalltag immer wieder Diskriminierung. Deswegen müssen wir Strukturen schaffen, die das verhindern, Präventions- und Hilfsangebote bekannter machen und alle Kinder und Jugendliche stärken.“