Pressemitteilung | 19.12.2025

Baustellen nutzen, sichere Radwege schaffen

Sicher radeln – und das lückenlos. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordert, Münchens Radwegenetz weiter zu verbessern und bestehende Lücken zu schließen. Und zwar am besten dann, wenn an den Straßen ohnehin Bauarbeiten stattfinden.

Münchens Radwegenetz ist in dieser Amtsperiode stets gewachsen – ein sichtbares Ergebnis grüner Politik. Große Teile des Altstadtradlrings sind fertig, auf der Zeppelin- und Lindwurmstraße radelt es sich inzwischen bequem und angstfrei. Im Oktober ist an der Rosenheimer Straße, Ecke Friedensstraße, ein neuer Radweg stadteinwärts abmarkiert worden. Stadtauswärts gibt es unter der dortigen Eisenbahnbrücke derzeit eine Baustelle. Der Radverkehr wird auf einer Autospur geführt. Das ist sicherer für Radler*innen und auch die Autos kommen weiterhin zügig voran. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt fordern deswegen, die Verkehrsführung auch nach Ende der Baustelle so beizubehalten. Das lässt sich durch ein günstiges Interim mit Markierungen und Pollern einfach umsetzen.

In der Berg-am-Laim-Straße östlich des Haidenauplatzes hatte die Fraktion bereits im Sommer gefordert, gute Erfahrungen einer Baustellenzeit für die künftige Verkehrsplanung zu nutzen und sichere Radwege einzurichten.

Ein weiteres Beispiel ist die Schleißheimer Straße nördlich der Hohenzollernstraße. Hier am Nordbad will die MVG ab Frühjahr 2026 die Trambahngleise erneuern und das Fernwärmenetz ausbauen. Die Straße muss also ohnehin aufgerissen werden. Nach Ende der Bauzeit soll dann gleich eine geschützte Radinfrastruktur entstehen, anstatt einfach wieder viel zu schmale Fahrradwege zu errichten, wie sie derzeit noch vorhanden sind.

Christian Smolka, Stadtrat Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Egal, ob Trambahnschienen erneuert oder Glasfaserkabel verlegt werden – wenn unsere Straßen ohnehin aufgerissen werden, sollten wir diese Chance nutzen und gleich darüber nachdenken, wie wir es für Radler*innen und Fußgänger*innen sicherer und bequemer machen können. Manchmal können wir dank Baustellen auch wie in einem Reallabor testen, was eine neue Verkehrsführung für Auswirkungen hat. An der Rosenheimer Straße sehen wir: Hier kann gut ein besserer Radweg hin – und Autos kommen weiterhin prima voran.“