Pressemitteilung | 10.02.2026

Barrierefreiheit und Denkmalschutz: Neue Umbaupläne für das Valentin-Karlstadt-Musäum liegen vor

Beim Umbau des Valentin-Karlstadt-Musäums müssen ganz unterschiedliche Anliegen zusammengebracht werden: Denkmalpflege, Brandschutz und Barrierefreiheit. Wie das funktionieren kann, wurde jetzt in einem Dialogprozess erarbeitet. Der Bau- und Kulturausschuss hat am Dienstag der weiteren Umsetzung der vorgestellten Pläne zugestimmt.

Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist eine Hommage an die Münchner Ausnahmetalente Lisl Karlstadt und Karl Valentin. Vor Ort bekommen Besucher*innen Einblicke in das Leben und Werk der Komiker*innen. Doch seit dem 7. Oktober 2024 ist das Valentin-Karlstadt-Musäum geschlossen. Der Grund sind notwendige Brandschutzmaßnahmen. Beim Umbau soll auch Barrierefreiheit mitgedacht werden. Der erste Plan zur Umsetzung der Barrierefreiheit, beispielsweise mit außenliegenden Aufzügen, war aufgrund des Denkmalschutzes nicht umsetzbar.

Um neue Ideen zu entwickeln und alle Bedürfnisse zusammenzubringen, hat das Baureferat ein moderiertes Konfliktverfahren mit allen beteiligten Parteien in die Wege geleitet. Teilgenommen haben zum Beispiel Vertreter*innen des Musäums, des Behindertenbeirates und der Kreisverwaltung Branddirektion.

Der gemeinsame Lösungsvorschlag wurde nun im Bauausschuss vorgestellt: Der Innenhof des Isartors soll überdacht und dadurch als Ausstellungsfläche genutzt werden können. Im Erdgeschoss werden der Eingangsbereich, erste Ausstellungsthemen und Toilettenanlagen barrierefrei gestaltet. Ergänzend ist vorgesehen, in einem der beiden Türme einen innenliegenden Aufzug einzubauen. Damit der Lösungsvorschlag umgesetzt werden kann, müssen nun das Kulturreferat und die Museumsleitung ein Konzept für die neue überdachte Fläche entwickeln. Der Behindertenbeirat und der Städtische Beraterkreis für Barrierefreies Bauen sollen dabei von Anfang an eingebunden werden.

Florian Roth, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist ein Stück Münchner Geschichte. Beim Umbau des Gebäudes sollten Barrierefreiheit, Denkmalpflege und Brandschutz sich nicht im Wege stehe. Ich freue mich, dass wir jetzt eine Lösung gefunden haben, mit der allen Beteiligten zufrieden sind.“