Studentisches Wohnen statt leerstehender Büros: Der Planungsausschuss hat am Mittwoch den Weg frei für eine entsprechende Umnutzung der Ten Towers gemacht. Nun ist wichtig, dass diese neuen Studierenden-Apartments auch bezahlbar sind.
Der Bürokomplex, der aus mehreren Hochhäusern besteht, wurde einst von der Telekom belegt, steht aber seit Ende 2022 leer. Nun will der Eigentümer die Gebäude neu nutzen, teils als Hotel, teils weiter als Büroflächen, aber darüber hinaus auch für junges Wohnen. Letzteres musste der Stadtrat genehmigen.
Dass dies nun geschehen ist, begrüßen Die Grünen/Rosa Liste/Volt. Die Fraktion sieht die Stadt aber in der Pflicht, genau hinzusehen und weiter mit dem Investor zu verhandeln. So fordert sie, dass geprüft wird, ob ein oberes Mietpreislimit vereinbart werden kann – und ob ein Teil der Klein-Wohnungen auch ohne Möblierung angeboten werden kann. Denn möblierte Wohnungen haben die Mietpreise in den vergangenen Jahren stark nach oben getrieben.
Zudem plant der Investor, die Türme 5, 6, 9 und 10 weiterhin als Bürostandort zu nutzen. Geht es nach der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt, sollten im Falle einer weiteren Umnutzung weitere Flächen für das städtische Azubiwerk gewonnen werden, um gerade jungen Menschen in Ausbildung günstige Wohnungen bereit zu stellen.
Außerdem regt die Fraktion an, dass das Planungsreferat Gespräche zwischen Investor und Freistaat forciert. Ziel dabei sollte sein, dass die Umnutzung in Wohnraum von Fördermitteln profitieren kann.
Sibylle Stöhr, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Viele junge Menschen, die studieren oder in Ausbildung sind, suchen händeringend nach einer bezahlbaren Wohnung. Deswegen ist es gut, dass in den Ten Towers künftig auch gewohnt und nicht nur gearbeitet werden kann. Statt abzureißen, wird hier umgenutzt. Solche Projekte voranzutreiben, ist schon lange unser grünes Anliegen. Uns ist wichtig, dass das, was hier entsteht, wirklich gegen den überhitzten Wohnungsmarkt hilft. Die Apartments müssen auch bezahlbar sein. Deswegen wollen wir erreichen, dass das Azubiwerk in Teilen der Türme Wohnraum anbieten kann. Dass die Linke diese neuen Wohnungen heute pauschal abgelehnt hat, können wir nicht nachvollziehen.“