Pressemitteilung | 25.03.2022

Autoverkehr runter, Lebensqualität rauf: Die Altstadt braucht ein Update

Die Rathauskoalition macht die Münchner Altstadt fit für die Zukunft. Mehr Platz für Fußgänger*innen und Radelnde, Parks und Pflanzen für ein besseres Stadtklima und so wenig Autoverkehr wie möglich – so sehen die Pläne für das Quartier innerhalb des Altstadtrings aus. Um dieses Ziel schnell zu erreichen, ist ein Verkehrskonzept nötig, das auch die angrenzenden Viertel, das Nahverkehrsangebot und die Wirtschaft miteinbezieht. Dieses haben SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste heute beantragt.

Boulevard Sonnenstraße, Altstadt-Radlring, ein City-Logistik-Konzept, die ÖPNV-Erschließung der Altstadt und Shared-Mobility-Angebote: Der Münchner Stadtrat hat unlängst eine Reihe von Projekten auf den Weg gebracht, um eine weitgehend autofreie oder autoreduzierte Altstadt voranzubringen. Was nun fehlt, sind eine Klammer und eine konkrete Zeitschiene. Beides soll nach dem heute gestellten Antrag bis Ende des Jahres vorliegen. Aus Sicht der Rathauskoalition soll das Verkehrskonzept nicht nur die Fläche innerhalb des Altstadtrings berücksichtigen, sondern auch die angrenzenden Viertel in den Blick nehmen. Gleichzeitig erwarten SPD/Volt und Die Grünen – Rosa Liste von der Stadtverwaltung eine Priorisierung, welche Projekte vorgezogen werden können. Hier bieten sich die Umgestaltung der Westenriederstraße und des Max-Joseph-Platzes an.

Dazu sagt Stadträtin Gudrun Lux, Mobilitätskoordinatorin der grün-rosa Fraktion: „Unser politischer Wille ist klar: Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, wollen wir die weitgehend autofreie Altstadt bis Ende 2025 sukzessive verwirklichen. Dazu gehört auch, den Altstadtring in den Blick zu nehmen, den privaten Autoverkehr zu reduzieren und den Radlring zu verwirklichen. Bauliche Veränderungen erfordern oft aufwendige Planungen und sind teuer, Verkehrsveränderungen lassen sich oft nicht sinnvoll auf dem Papier prognostizieren. Wir ermutigen die Verwaltung ausdrücklich, mehr auszuprobieren und zum Beispiel einen Verkehrsversuch für eine Einbahnlösung für den Autoverkehr in der Frauenstraße zu starten und beim Altstadt-Radlring als Zwischenlösung auch auf geschützte Radverkehrsstreifen zu setzen. Auch der längst beschlossene Boulevard Sonnenstraße kann als Provisorium erprobt werden. Wir brauchen kreative und unkonventionelle Lösungen!“

Und Andreas Schuster, radpolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion sagt : „Boulevard Sonnenstraße, eine Fußgängerzone in der Westenriederstraße oder ein Bach in der Herzog-Wilhelm-Straße: In den kommenden Jahren erhöhen wir die Aufenthaltsqualität in unserer Altstadt deutlich. Davon profitieren die Münchnerinnen und Münchner ebenso wie der Handel und der Tourismus. Grundlage ist ein Verkehrskonzept für die Innenstadt und die angrenzenden Viertel. Dieses erarbeiten wir im engen Dialog mit Gewerbetreibenden, örtlichen Politikerinnen und Politikern und Anwohnenden.“