Auswirkungen des neuen Biathlon- und Langlaufstandorts Olympia 2018

Auswirkungen des neuen Biathlon- und Langlaufstandorts Olympia 2018

Anfrage

Am 5. Juli hat die Bewerbungsgesellschaft München 2018 mitgeteilt, dass die Biathlon- und Langlaufwettbewerbe nicht mehr in Oberammergau, sondern jetzt in Ohlstadt geplant werden. Diese Änderung hat möglicherweise Auswirkungen auf die Ökologie und den Zeitplan der Bewerbung. In der offiziellen Pressemitteilung wird zwar erklärt, dass die geforderten umwelttechnischen Anforderungen erfüllt sind. Da uns die Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit der Bewerbung ein großes Anliegen ist, wollen wir das genauer wissen.

Auch halten wir die zurückhaltende Informationspolitik in Oberammergau für einen wichtigen Aspekt, der zum Unmut in der Bevölkerung geführt und damit zur Ablehnung beigetragen hat. Wir sehen deshalb jetzt den Freistaat als Grundstückseigentümer in Ohlstadt in der Pflicht, die Bevölkerung vor Ort gut zu informieren und in die weiteren Planungsprozesse einzubeziehen.

Wir fragen deshalb:

1. Was genau hat die Umweltprüfung ergeben?

2. Welche naturschutzfachliche Qualität haben die Flächen, die genutzt werden sollen?

3. Wie ist aus naturschutzfachlicher Sicht ein Vergleich der Flächen von Ohlstadt und Oberammergau zu bewerten?

4. Werden Naturschutzgebiete oder Biotope berührt?

5. Wie ist die verkehrliche Erschließung und Erreichbarkeit zu bewerten?

6. Ist die Entfernung zum Olympischen Dorf in Garmisch-Partenkirchen für die Athleten noch vertretbar oder bedarf es aufgrund der Erreichbarkeit eines weiteren Olympischen Dorfes in Ohlstadt?

7. Welche anderen Umweltauswirkungen hat die neue Lage der Biathlon- und Langlaufwettkampfstätten?

8. Ist der Zeitplan der Bewerbung durch diese Änderung gefährdet?

9. Wie gedenkt der Freistaat weiter vorzugehen, um die Bevölkerung in Ohlstadt zu informieren und in den Planungsprozess einzubinden?

Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen/Rosa Liste
Initiative:
Sabine Krieger