Der Auftrag der Inklusion gilt auch für Kitas

P R E S S E M I T T E I L U N G

Der allseits beklagte Mangel an Kitaplätzen hat für Kinder mit Behinderungen und deren Eltern noch einmal eine ganz andere Dimension. Sie müssen oft große Anstrengungen auf sich nehmen, um einen adäquaten Platz für ihr Kind zu erhalten. Stadtrat Oswald Utz befürchtet, dass dieser Mangel sich noch verschärfen könnte, wenn bei den noch zu errichtenden Plätzen nur wenige Integrationsplätze dazukommen.
Nach Berichten, die Utz, der auch Behindertenbeauftragter der Stadt ist, zugetragen wurden, werden Kinderbetreuungseinrichtungen jedoch vom Referat für Bildung und Sport nicht unterstützt, wenn sie Integrationsplätze in ihrer Einrichtung schaffen wollen – eher im Gegenteil. Denn die Einrichtung dieser Plätze für Kinder mit speziellen Bedarfen ist erheblich aufwändiger. Sowohl baulich als auch personell muss die Einrichtung anders ausgestattet oder aber die Zahl der möglichen Plätze reduziert werden.
Oswald Utz erkundigt sich daher in einer Anfrage nach der Zahl der Integrationsplätze, nach der Bedarfsanalyse, mit der die Zahl der benötigten Plätze bestimmt wird und nach dem Verfahren, mit dem bestehende Plätze in Integrationsplätze umgewandelt werden können. Oswald Utz: „Immer wieder wird mir  berichtet, dass es einen Mangel an Integrationsplätzen für Kinder mit Behinderungen gibt. Und leider machen deren Eltern regelmäßig die Erfahrung, dass die Stadt anscheinend kein großes Interesse daran hat, reguläre Kitaplätze in Integrationsplätze umzuwandeln. Es ist jedoch mit dem Ziel der Inklusion unvereinbar, wenn Kinder mit Behinderungen aus Kostengründen möglichst in spezielle Einrichtungen abgeschoben werden anstatt in einer normalen Kita unterzukommen. Der Auftrag der Inklusion gilt auch für Kitas!“