Der Arnulfsteg wird künftig nach einer Frau benannt sein: Edith Haberland-Wagner. Das hat der Kommunalausschuss des Stadtrats am Donnerstag beschlossen. Die Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich.
Edith Haberland-Wagner (1899–1996) stammt aus der Augustiner-Dynastie. Die von ihr gegründete Stiftung hält bis heute knapp über die Hälfte der Münchner Traditionsbrauerei. Etwas mehr als 50 Prozent des Gewinns von Augustiner fließen in die Edith-Haberland-Stiftung[1].
Die Stiftung ist in vielfältiger Weise in München aktiv. So wird zum Beispiel die sich in ihrem Besitz befindliche Kongresshalle jährlich kostenlos für den Kinderkultursommer zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde mit dem Hotel Augustin gleich neben der Theresienwiese ein Jugend- und Familienhotel geschaffen, das inzwischen auch ein beliebter Treffpunkt für viele Münchner*innen ist.
Sibylle Stöhr, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Grünen/Rosa Liste/Volt und Vorsitzende des Bezirksausschusses Schwanthalerhöhe: „Die Initiative, den Arnulfsteg zu bauen, kam aus den Bezirksausschüssen Neuhausen und Schwanthalerhöhe – und so auch die Benennung nach Edith Haberland-Wagner. Sie gehört definitiv zu Münchens starken Frauen. Die Gründung ihrer Stiftung war mehr als vorausschauend. Die Stiftung sicherte nicht nur den Fortbestand der Brauerei, sondern fördert Kunst und Kultur, rettet Baudenkmäler vor dem Verfall und unterstützt hilfsbedürftige Menschen in dieser Stadt. Uns Grünen war es immer wichtig, solch wichtigen Frauen durch Straßenbenennungen die Sichtbarkeit zu geben, die sie verdienen. Es ist gut, dass wir das heute umgesetzt haben und eine wichtige Fuß- und Radverbindung künftig nach einer Frau benannt sein wird.“
Foto: Von Tkarcher – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=98131817
[1] „Die Edith-Haberland-Wagner Stiftung: Mehrheitseigentümerin der Augustiner Brauerei“, siehe https://www.augustiner-braeu.de/brauerei/