MVV-Netzplan mit Ideen der Fraktion

Antrag | 29.01.2026

Antragspaket besserer ÖPNV für München IV: U9 für München – abschnittsweise Umsetzung von der Theresienstraße bis zur Implerstraße und mögliche Kostenoptimierungen

Antrag
Die Verwaltung wird gebeten, zu prüfen, ob und wie sich die geplante U9 abschnittsweise – zunächst vom U-Bahnbahnhof Theresienstraße über Hauptbahnhof bis Implerstraße – und mit weiteren Kostenoptimierungen umsetzen lässt. Dabei soll insbesondere als Variante geprüft werden, ob und in welcher Form der U-Bahnhof Implerstraße zu einem leistungsfähigen Kreuzbahnhof ausgebaut werden kann, also ob die Bestandsstation in Teilen genutzt werden kann, ohne einen kompletten Bahnhofsneubau zwischen Pocci- und Implerstraße zu erstellen. Weiterhin soll die Notwendigkeiten eines neuen Halts am Esperantoplatz geprüft werden. Hierzu soll eine eigene Wirksamkeitsuntersuchung erstellt werden.

Begründung:
Der geplante Bau der U-Bahnlinie U9 soll die Leistungsfähigkeit des Münchner U-Bahn-Netzes deutlich erhöhen und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Diese Kapazitätserhöhung ist insbesondere vor der Mitte bis Ende der 2030er Jahre erwarteten Inbetriebnahme der zweiten S-Bahn-Stammstrecke, mit der es zu einer deutlichen Zunahme von Fahrgästen an den zentralen innerstädtischen Umsteigeknoten Hauptbahnhof und Marienplatz kommen dürfte, notwendig. Angesichts der aktuell bestehenden Unklarheiten in Bezug auf die Fördersituation durch Bund und Land und die begrenzten haushaltspolitischen Spielräume der Landeshauptstadt erscheint es sinnvoll, den Ausbau der U9 schrittweise voranzutreiben und die Trassenführung weiter zu optimieren. Wir schlagen vor, dabei zunächst den südlichen Ast der U9 von der Implerstraße bis zum Hauptbahnhof in den Blick zu nehmen und über den Hauptbahnhof zur Theresienstraße eine Verbindung zum Nordast der U2 herzustellen.

Die bisherigen Planungen sehen unter anderem eine zusätzliche Haltestelle am Esperantoplatz östlich der Theresienwiese vor. Diese Station war ursprünglich als zusätzlicher Wiesn-Bahnhof konzipiert. Außerhalb des Oktoberfests und anderen Großveranstaltungen auf der Theresienwiese ist jedoch an diesem U-Bahnhof von einer vergleichsweise geringen verkehrlichen Bedeutung auszugehen. Deshalb können die bisherigen Planungen hier noch einmal überdacht werden. Der dreigleisige U-Bahnhof Implerstraße ist bereits heute ein zentraler Umsteigepunkt im U-Bahn-Netz und lässt sich im besten Fall zu einem leistungsfähigen Kreuzbahnhof weiterentwickelt. Ein entsprechender Ausbau für die U9 mit gleichzeitigem Erhalt der Poccistraße könnte kostengünstiger ausfallen als der bisher geplante, komplett neu zu bauende Kombibahnhof Pocci-/Implerstraße. Es ist zu prüfen, wie für eine solche oben beschriebene Variante eines ersten Abschnitts der U9 die Kosten und Förderprognose ausfallen würde.

Fraktion Die Grünen/Rosa Liste/Volt
Gudrun Lux
Paul Bickelbacher
Mona Fuchs
Sofie Langmeier
Florian Schönemann
Christian Smolka
Felix Sproll

Mitglieder des Stadtrates