Flo Schönemann

Pressemitteilung | 23.07.2025

Tram Münchner Norden: Mobilitätsbooster für Neufreimann

Mehr Trambahn für München – und eine starke Verbindung von Schwabing bis Harthof. Der Mobilitätsausschuss hat heute die Planungen für die Tram Münchner Norden vorangebracht. Für das neue Viertel Neufreimann entsteht so eine leistungsstarke Strecke, auf der bis zu 12.000 Fahrgäste pro Tag unterwegs sein werden. Gleichzeitig konnten Die Grünen/Rosa Liste/Volt erreichen, dass entlang der Heidemannstraße zusätzliche Baumreihen und bessere Radwege eingeplant werden.

Konkret wurde im Ausschuss über den zweiten Planfeststellungsabschnitt befunden. Der sogenannte Trassierungsbeschluss legt die 2,4 Kilometer lange Routenführung zwischen Werner-Egk-Bogen am nördlichen Ende des Neubauquartiers Neufreimann bis zur U-Bahnstation Am Hart fest. Die Strecke wird in Richtung Westen entlang der Heidemannstraße führen, dabei die Ingolstädter Straße und die Grünanlage Rathenaupark queren. Im weiteren Verlauf ab der Rothpletzstraße werden die Schienen entlang der Rathenau- und Knorrstraße bis zur U-Bahnstation Am Hart verlegt.

Nach dem erfolgreichen Beschluss werden die Stadtwerke die Planungen nun zur Genehmigung bei der Regierung von Oberbayern einreichen. Für den ersten Abschnitt der Tram Nord zwischen Schwabing und Kieferngarten liegt diese bereits seit Ende Oktober 2024 vor.

Die Tram Münchner Norden erschließt eines der wichtigsten Neubaugebiete der Stadt: Bis 2030 wandelt sich das Gebiet der ehemaligen Bayernkaserne zum gemischten Quartier Neufreimann, in dem bis zu 15.000 Menschen leben, arbeiten oder zur Schule gehen werden. Daher überrascht es nicht, dass dieser Strecke von einer unabhängigen Bewertungsstelle gerade erst ein deutlich positives Kosten-Nutzen-Verhältnis bescheinigt worden ist[1]. Die Neufreimanner*innen werden mit der neuen Trambahn sowohl das nördliche Schwabing als auch die U-Bahnlinien 2 (Am Hart) und U6 (Kieferngarten) schnell erreichen. Und auch für die Bewohner*innen im Kieferngarten gibt es so ein verbessertes ÖPNV-Angebot. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Trasse perspektivisch als Tram Y-Nord über die Schleißheimer Straße bis nach Feldmoching weiterzuführen.    

Durch den Neubau der Tram wird entlang der Heidemannstraße zudem für mehr Grün gesorgt. Das liegt nicht nur an den geplanten Rasengleisen und bepflanzten Haltestellen. Die Grünen/Rosa Liste/Volt konnten per Änderungsantrag erreichen, dass in die Planungen zusätzlich zwei Baumreihen aufgenommen werden. Außerdem werden statt Radstreifen baulich getrennte Radwege errichtet.

Sobald die Regierung von Oberbayern die Planfeststellung genehmigt, kann mit dem Bau begonnen werden. Dabei hängt der Zeitplan vom Brückenbauprojekt über den DB-Nordring ab, das mit der Deutschen Bahn koordiniert werden muss. Die MVG rechnet derzeit damit, dass beide Abschnitte der Tram Münchner Norden am Jahresende 2029 in Betrieb gehen können.

Florian Schönemann, Stadtrat Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Die Tram Münchner Norden bringt nachhaltige Mobilität in eines der größten Neubaugebiete der Stadt. Es ist gut, dass wir hier die Planungen vorantreiben, damit die Neufreimanner*innen sofort von einer guten Infrastruktur profitieren können. An der Heidemannstraße ist es uns zudem gelungen, mehr Grün und bessere Radwege in die Planungen zu integrieren. So wird man künftig bequem und im Schatten einer Allee entlang der Tramtrasse unterwegs sein können. Das ist nicht nur angenehm, sondern gerade für Kinder wirklich wichtig: Denn geschützte Radwege sorgen für ein Mehr an Schulwegsicherheit!“


[1] https://www.swm.de/unternehmen/presse/pressemitteilungen/2025/07-2025/tmn-positives-nutzen-kosten-verhaeltnis