München bleibt stark und entschlossen im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinäre Menschen – und hat fast alle Projekte, die sich die Stadt dabei vorgenommen hat, erfolgreich abgeschlossen. Das zeigt der Bericht zur Umsetzung des 2. Aktionsplans der Stadt, der heute im Verwaltungs- und Personalausschuss vorgestellt wurde.
Bereits 2016 hat die Stadt die „Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ unterzeichnet. Daraufhin wurde zwischen 2019 und 2020 ein erster Aktionsplan umgesetzt, mit dessen Hilfe Gleichstellungspolitik vorangetrieben wurde. Daran schloss zwischen 2022 und 2024 ein zweiter Aktionsplan an, dessen Ziel es war, mit 33 gezielten Maßnahmen geschlechterspezifische Gewalt abzubauen. Federführend war dabei die Gleichstellungsstelle.
Nun steht fest: 22 davon konnten bereits abgeschlossen werden, sieben werden noch durchgeführt. Damit konnten 90 Prozent der geplanten Projekte umgesetzt werden. Darunter zum Beispiel die Kampagne „Nein heißt nein – mehr Sicherheit im Münchner Nachtleben“. Aber auch Schulungsangebote für Lehrkräfte zum Umgang mit Alltagsgewalt gegen Mädchen* wurden gestärkt. Ein wichtiger Punkt ist zudem die Akutversorgung nach sexueller Gewalt: In sieben Münchner Kliniken können sich Frauen* medizinisch versorgen lassen und vertraulich Spuren nach einheitlichen Standards sichern lassen.
Auch nach Abschluss dieser Projekte wird die Stadt München die Charta weiter umsetzen.
Mo Lüttig, Stadträt*in Die Grünen/Rosa Liste/Volt: „Die Unterzeichnung der Charta 2016 war ein wichtiges Zeichen für die Gleichstellung. München hat seither eine Vorreiterinnenrolle übernommen. Wir sind weit gekommen, haben viele wichtige Projekte umgesetzt und halten weiter entschlossen an unserer intersektional-feministischen Politik fest. Natürlich dürfen wir jetzt nicht nachlassen – gerade in Zeiten, in denen der Ton rauer wird und reaktionäre Kräfte immer lauter werden.“